| Praxis-Depesche 3/2004

Morbus Still in der Schwangerschaft

Die adulte Form des Morbus Still befällt üblicherweise Jugendliche oder junge Erwachsene. Mediziner aus Los Angeles beschreiben die Erstmanifestation eines adulten Morbus Still während der Schwangerschaft.

Zwei Frauen präsentierten sich in der 20. bzw. 22. Schwangerschaftswoche mit Fieber, Arthralgien, Husten und Abgeschlagenheit. Nach ausführlichen Untersuchungen wurde die Diagnose eines adulten Morbus Still gestellt. Bei beiden Patientinnen wurde eine Therapie mit Prednison begonnen, worauf sich die Symptome rasch besserten. Beide brachten lebensfähige Kinder auf die Welt. Die Symptome bestanden jedoch postpartal bei einer der Frauen fort. Sie wurde daher mit Prednison und Hydroxychloroquin und schließlich mit Methotrexat behandelt. Die andere Mutter war nach der Geburt beschwerdefrei. Die Diagnose eines adulten Morbus Still, der sich erstmals in der Schwangerschaft manifestiert, ist nicht gerade einfach, da die Laborparameter unspezifisch verändert sind. Es handelt sich daher um eine Ausschlussdiagnose. Die Prognose der Erkrankung ist recht gut; häufig klingen die entzündlichen Episoden innerhalb einiger Monate von selbst ab. (MO)

Quelle: Pan, VL: Newly diagnosed adult-onset still disease in pregnancy, Zeitschrift: OBSTETRICS AND GYNECOLOGY, Ausgabe 101 (2003), Seiten: 1112-1116

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