Typ-2-Diabetes

Praxis-Depesche

Neues therapeutisches Target bei T2D

Die Phase-III-Studie FIGARO-DKD mit dem ersten nicht-steroidalen selektiven Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten Finerenon bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Typ-2-Diabetes (T2D) erreichte nunmehr den primären Endpunkt zu kardiovaskulären Ereignissen.

Nachdem aktuelle und neue Therapien für CKD und T2D in erster Linie gegen metabolische und hämodynamische Faktoren gerichtet sind und darauf zielen, den Blutzucker-Spiegel und den Blutdruck zu kontrollieren, belegen neue Studienergebnisse, dass auch die Überaktivierung des Mineralokortikoid-Rezeptors (MR) ein geeignetes therapeutisches Ziel zur Senkung des Risikos für eine Progression bei diesem Krankheitsbild darstellt. In einem klinischen Phase-III-Studienprogramm zu Finerenon mit FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD, in welches mehr als 13.000 Patienten mit CKD und T2D eingeschlossen waren, zeigte sich eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Risiken durch den Einsatz dieses nicht-steroidalen Aldosteronantagonisten zusätzlich zur bereits optimierten Standardbehandlung mit adäquater Blutzucker- und Blutdruckkontrolle. So war auch die Albuminurie als Verlaufsparameter unter Finerenon im Vergleich zu Placebo deutlich verringert. Finerenon erwies sich dabei als gut verträglich, was sich auch darin widerspiegelte, dass 1,4 % mehr Patienten die Einnahme von Finerenon beendeten im Vergleich zu denjenigen in der Placebo-Gruppe. Somit bestätigte sich der Nutzen des Einsatzes von Finerenon bei der Behandlung renaler sowie kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit CKD und T2D. Die Zulassung für Finerenon ist in der EU und den USA beantragt. GH

 

Quelle: PRESSEMITTEILUNG: Chronische Nierenerkrankung und kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes im Fokus; 2. Juni, Kongress der Deutschen Gesellschaft für Diabetes
Veranstalter: Bayer AG; Wirkstoff: Finerenon
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