Praxis-Depesche 18/2006

Hypertonie

Nicht alle Sartane wirken gleich

Der frühmorgendliche Blutdruckanstieg ist für viele Herzinfarkte verantwortlich. Deshalb liefert die ambulante 24-h-Blutdruckmessung wichtige Informationen über das kardiovaskuläre Risiko. Aber nicht alle Antihypertensiva, auch nicht alle Sartane senken den Blutdruck über 24 h gleich ausgeprägt.

588 Patienten mit essenzieller Hypertonie erhielten einmal täglich morgens entweder Olmesartan 20 mg, Losartan 50 mg, Valsartan 80 mg oder Irbesartan 150 mg. Nach acht Wochen zeigte die ambulante 24-h-Blutdruckmessung, dass Olmesartan während nahezu des gesamten Tages den anderen Sartanen bezüglich der Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks überlegen war (im Vergleich mit Irbesartan nicht signifikant). Ein Zielblutdruck von unter 140/90 mmHg wurde in der Olmesartan-Gruppe bei 53% der Patienten erreicht (vs. 40% mit Losartan, 35% mit Valsartan, 47% mit Irbesartan). Weniger als 130/80 mmHg war bei immerhin noch 21% unter Olme sartan zu messen (vs. 9%, 9%, 14%). Auch bei Betrachtung der Werte der frühen Morgenstunden zeigte sich eine überwiegend signifikant bessere Senkung des Blutdrucks mit Olmesartan im Vergleich zu Losartan oder Valsartan.

Für diesen Effekt von Olmesartan dürfte die lange Halbwertszeit von ca. zehn bis 15 Stunden verantwortlich sein.


Quelle: Smith, DHG: Use of 24-hour ambulatory blood pressure monitoring to assess antihypertensive efficacy, Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF CARDIOVASCULAR DRUGS, Ausgabe 5 (2006), Seiten: 41-50


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