Schmerztherapie in der Klinik

Praxis-Depesche 14/2007

Nichtinvasive PCA hat viele Vorteile

Patienten legen bei der Wahl ihrer Klinik auch Wert auf eine gute Schmerztherapie. Eine postoperative patientenkontrollierte Analgesie (PCA) mittels Infusion ist für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten eine aufwändige Sache. Jetzt schafft ein neues Applikationssystem Abhilfe.

Das scheckkartengroße, batteriebetriebene Gerät wird – ähnlich einem herkömmlichen transdermalen Pflaster, auf die Haut aufgeklebt. Der wesentliche Unterschied: Die Wirkstoffabgabe erfolgt nicht kontinuierlich, sondern nur bei Bedarf. Wird das iPATS (iontophoretisches Patienten-aktiviertes transdermales Sys­tem) aktiviert, gibt es 40 µg Fentanyl über zehn Minuten ab. Maximal 80 Applika­tionen innerhalb von 24 Stunden sind möglich.

Im Vergleich zur herkömmlichen i.v.-PCA kommt das iPATS völlig ohne Schläuche, Infusionsbestecke und venöse Zugänge aus. Dass es dabei gleich gut wirksam und verträglich wie eine Morphin-i.v.-PCA ist, wurde in Studien belegt.

Die praktischen Vorteile des iPATS liegen auf der Hand: Als Medikament entfällt die Einweisung nach Medizinproduktegesetzt, es muss nicht gewartet werden, Venenpunktionen entfallen und die postoperative Mobilisation kann unbehindert und ohne Kabelsalat erfolgen. Und wenn man den finanziellen Gesamtaufwand der Klinik betrachtet, zeigt sich, dass iPATS über einen Zeitraum von ein bis zwei Tagen sogar günstiger ist als die i.v.-PCA. (CB)

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