Morbus Bechterew

Praxis-Depesche 13/2007

NSAR-bedingte gastrointestinale Probleme mit Coxib lösen

Eine kontinuierliche traditionelle NSAR-Therapie – Standard bei Spondylitis ankylosans – verursacht Nebenwirkungen, allen voran gastrointestinale Läsionen. Als erste COX-2-selektive Substanz kann nun Celecoxib alternativ zur Behandlung von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) eingesetzt werden.

Typisch für die Spondylitis ankylosans sind nächtliche und vor allem frühmorgendliche Schmerzen. Das ist die Zeit, wo auch die Wirkung herkömmlicher NSAR nachlässt, da der tiefe Rückenschmerz vor allem nachts nach längeren Ruhephasen zunimmt, während Aktiviät die Schmerzen vermindert. COX-unselektive NSAR (Diclofenac, Ibuprofen etc.) in ausreichend hoher Dosierung sind Basis der medikamentösen Behandlung. Sie sollen durch ihre analgetische und antiinflammatorische Potenz die Symptome lindern und auf längere Sicht die radiologische Progression verzögern.

Bei NSAR-Versagen haben sich die neuen TNFα-Blocker als sehr effektiv gezeigt, nicht dagegen die bei rheumatoider Arthritis sehr wirksamen Basistherapeutika (Sulfasalazin, Methotrexat, Leflunomid).

Kürzlich wurde die Zulassung des COX-2-Hemmers Celecoxib auf Morbus Bechterew erweitert. Die COXA-0508-243-Studie hatte gezeigt, dass Celecoxib 200 mg/1x tgl., Celecoxib 200 mg/2 x tgl. oder Diclofenac 75 mg SR 2x tgl. die Schmerz­intensität nach zwölf Wochen ähnlich stark reduzieren.

In den beiden Celecoxib-Gruppen war jedoch die gas­trointestinale Verträglichkeit besser als in der Diclofenac-Gruppe.

Außerdem ist ein Coxib von Vorteil im Hinblick auf NSAR-Asthma und auf die Plättchenfunktion. (hv)

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