Moderne Koronarstents | Praxis-Depesche 5/2019

Nutzen oft erst nach Jahren beurteilbar

Ob ein neues Stentmodell tatsächlich Vorteile bringt, kann oft erst mehrere Jahre nach der Implantation beurteilt werden. Daran erinnern zwei Autoren aus dem niederländischen Enschede, als sie die Ergebnisse der BIOSCIENCE-Studie kommentierten.

In der Studie waren mehr als 1.000 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) bzw. akutem Koronarsyndrom (ACS) mit einem ultradünnen, mit einer bioresorbierbaren Polymer-Matrix beschichteten, Sirolimus-freisetzenden Stent behandelt worden. Das Vergleichskollektiv bildeten 1.000 Patienten, die einen dünnen, mit einer nicht resorbierbaren Polymer-Matrix beschichteten, Everolimus-freisetzenden Stent implantiert bekommen hatten.
Bezüglich des primären kombinierten Endpunkts, des kumulativen Therapieversagens an der Zielläsion (Herztod, Myokardinfarkt, Revaskularisierungseingriff) unterschieden sich die beiden Therapiearme fünf Jahre nach der Intervention nicht. Gleiches galt für verschiedene Sicherheits- Endpunkte.
Besonders kritisch bezüglich des Thromboserisikos ist das Zeitfenster zwischen zwölf und 24 Monaten nach der Implantation, da bei vielen Patienten in diesem Zeitraum die duale plättchenhemmende Therapie endet. LO
Quelle:

von Birgelen C et al.: Late clinical outcome of stent trials: a matter of life or death? Lancet 2018; 392 (10149): 713-4

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