Depressionen

Praxis-Depesche 5/2022

Omega-3-Fettsäuren ohne präventiven Effekt

Omega-3-Fettsäuren werden bereits ergänzend zur Behandlung bei einer Depression verwendet. In einer Studie wurde untersucht, ob die Gabe von marinem Omega-3 zur Prävention einer Depression eingesetzt werden kann.
iIn einem Zeitraum von fünf Jahren nahmen 18.353 Erwachsene im Alter von 50 Jahren oder älter an der Studie VITALDEP (Vitamin D and Omega-3 Trial-Depression Endpoint Prevention) teil. Darunter waren 16.657 Personen mit dem Risiko für eine neu auftretende Depression und 1.696 Personen mit dem Risiko einer rezidivierenden Depression. Die Teilnehmenden erhielten eine randomisierte 2 x 2 faktorielle Zuteilung zu Vitamin D3 (2.000 IU/d), marinen Omega-3-Fettsäuren (1 g/d Fischöl, einschließlich 465 mg Eicosapentaensäure, EPA und 375 mg Docosahexaensäure. DHA) oder Placebo.
Anders als erwartet war das Depressionsrisiko unter Omega-3-Supplementation leicht, aber signifikant höher als mit Placebo (651 vs. 583 Ereignisse, 13,9 vs. 12,9 pro 1.000 Personenjahre; p = 0,03). Beim Vergleich der Stimmungswerte im Längsschnitt wurden zwischen der Omega-3- und Placebogruppe keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Ein Test auf Wechselwirkungen zwischen den Präparaten war ebenfalls nicht signifikant (p für Interaktion = 0,14). Die Autoren sprechen sich aufgrund der Ergebnisse nicht für eine Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei Erwachsenen als Depressions-Prävention aus. DM
Quelle: Okereke OI et al.: Effect of long-term supplementation with marine omega-3 fatty acids ... JAMA 2021; 326(23): 2385-94
ICD-Codes: F32.9
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