Praxis-Depesche 7/2008

OP-Mortalität ist keine feste Größe

Aus Medicare-Daten wurden Kliniken identifiziert, bei denen zwischen 1997 und 1999 nach Operationen binnen 30 Tagen keine Patienten verstorben waren. Die Mortalitätsraten dieser Kliniken im folgenden Jahr 2000 wurden mit Kliniken ohne Null-Mortalität verglichen. Die Mortalität im Untersuchungsjahr nach einer Pankreaskarzinom-Resektion in Kli­niken ohne zuvor aufgetretene Todesfälle war OP-signifikant höher als in den anderen Krankenhäusern (RR 1,29). Bei den anderen Eingriffen waren die Mortalitätsraten beider Kliniken nicht signifikant verschieden.

Aus Medicare-Daten wurden Kliniken identifiziert, bei denen zwischen 1997 und 1999 nach Operationen binnen 30 Tagen keine Patienten verstorben waren. Die Mortalitätsraten dieser Kliniken im folgenden Jahr 2000 wurden mit Kliniken ohne Null-Mortalität verglichen. Die Mortalität im Untersuchungsjahr nach einer Pankreaskarzinom-Resektion in Kli­niken ohne zuvor aufgetretene Todesfälle war OP-signifikant höher als in den anderen Krankenhäusern (RR 1,29). Bei den anderen Eingriffen waren die Mortalitätsraten beider Kliniken nicht signifikant verschieden.

Auch wenn in Kliniken für bestimmte Eingriffe die Mortalitätsrate über einige Jahre bei null liegt, gilt dies nicht unbedingt für künftige Leis­tungen. (GW)

Quelle: Dimick, JB: The zero mortality paradox in surgery, Zeitschrift: JOURNAL OF THE AMERICAN COLLEGE OF SURGEONS, Ausgabe 206 (2008), Seiten: 13-16
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