Perioperative Analgesie | Praxis-Depesche 13/2001

Opioid ohne Atem- oder Kardiodepression

Das zentral wirkende Analgetikum Tramadol wird häufig bei mäßigen bis starken postoperativen Schmerzen eingesetzt. In einer Übersichtsarbeit wurden verschiedene Studien zur Tramadolwirkung ausgewertet.

In die randomisierten, doppelblinden Vergleichsstudien wurden erwachsene Patienten mit mäßigen bis starken postoperativen Schmerzen eingeschlossen, teilweise aber auch pädiatrische Patienten. Bei parenteraler oder oraler Gabe reduzierte Tramadol postoperative Schmerzen bei abdominellen, orthopädischen und kardialen Eingriffen innerhalb von vier bis sechs Stunden um 46,8 bis 57,6%. Seine Wirksamkeit war der von Morphin und Alfentanil vergleichbar und der von Pentazocin überlegen. Bei Erwachsenen wie Kindern erwies sich Tramadol als effektives Analgetikum. Die häufigsten Nebenwirkungen mit einer Inzidenz zwischen 1,6 und 6,1% waren Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen, Erbrechen und Mundtrockenheit. Anders als sonstige Opioide wirkt Tramadol im Rahmen der empfohlenen Dosierung nicht atem- und kardiodepressiv. Die Gefahr der Abhängigkeit ist niedrig (ca. ein Fall auf 100 000 Personen).

Quelle: Scott, LJ: Tramadol - a review of its use in perioperative pain, Zeitschrift: DRUGS, Ausgabe 60 (2001), Seiten: 139-176

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