Rheumatoide Arthritis | Praxis-Depesche 13/2004

Orale Kontrazeptiva senken das rA-Risiko

Die epidemiologischen Hinweise, die exogenen Östrogenen einen protektiven Effekt vor rheumatoider Arthritis zuschreiben, sind widersprüchlich. Welcher Zusammenhang zwischen der Einnahme oraler Kontrazeptiva oder einer Hormonersatztherapie und der Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis tatsächlich besteht, wurde in einer Fall-Kontroll-Studie an der Mayo-Klinik untersucht.

Der Einfluss beider Arten von Hormongaben auf das Rheumarisiko wurde getrennt ermittelt. Fallpatientinnen waren 445 Frauen mit rheumatoider Arthritis; man verglich sie mit 445 Kontrollen im entsprechenden Alter, die nicht an Gelenkentzündungen litten. Zwischen der Einnahme oraler Kontrazeptiva und dem Risiko für rheumatoide Arthritis war eine inverse Beziehung zu beobachten; diese blieb auch nach Bereinigung der Daten hinsichtlich möglicher Störfaktoren bestehen (OR 0,56). Hatte die Verhütung vor mehreren Jahrzehnten stattgefunden, also in Zeiten mit höheren Hormondosen in der "Pille", war das Rheumarisiko besonders niedrig. Vermutlich haben höhere Dosen eine stärker ausgeprägte Schutzwirkung. Dagegen ließ sich für die Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen kein signifikanter Zusammenhang mit dem Rheuma-Risiko ausmachen (möglicherweise sind hier die Hormonmengen zu gering).

Quelle: Doran, MF: The effect of oral contraceptives and estrogen replacement therapy on the risk of rheumatoid arthritis: a population based study, Zeitschrift: JOURNAL OF RHEUMATOLOGY, Ausgabe 31 (2004), Seiten: 207-213

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