| Praxis-Depesche 21/2003

Pflanzenkombination lindert Sinusitis-Beschwerden, verkürzt Krankheit

Nasennebenhöhlen-Entzündungen sind weit verbreitet. Ein Phytopharmakon kann die Beschwerden bessern, die Krankheitsdauer verkürzen und das Komplikationsrisiko verringern.

In Deutschland rechnet man mit bis zu 16 Millionen Fällen akuter komplikationsloser Sinusitis pro Jahr. Häufiger als angenommen kommen komplizierende bakterielle Superinfektionen vor, durchschnittlich in 1,25% der Fälle. Eine Phytokombination*) auf der Basis von fünf Pflanzendrogen (Eisenkraut, Enzianwurzel, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten, Primelblüten) hat sich als therapeutisch wirksam erwiesen. In einer randomisierten Doppelblindstudie wurde die Wirksamkeit des Präparates gegen Plazebo, verabreicht für zwei Wochen, bei 177 Patienten mit akuter bzw. akut rezidivierender Rhinosinusitis untersucht. Prüfparameter umfassten einen Symptomenscore, nasale Endoskopie und CT. Patienten mit leichter bis mittelschwerer Sinusitis erfuhren eine deutliche Besserung (dritter, siebter, 14. Tag) unter Verum gegenüber Plazebo und waren schneller beschwerdefrei. Besonders ausgeprägt war zudem die Verbesserung der Riechstörungen gegenüber Plazebo. Auch tierexperimentelle Studien bestätigen signifikante antiinflammatorische, antibakterielle und antivirale Effekte der Pflanzenmischung. Zudem induzieren die pflanzlichen Wirkstoffe eine ausgeprägte Sekretolyse. (EJW)

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