Akutes Koronarsyndrom

Praxis-Depesche 15/2000

Pravastatin: Schnelle Besserung der Endothelfunktion

In der RECIFE-Studie wurde untersucht, wie schnell sich unter einer Therapie mit dem CSE-Hemmer Pravastatin bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom eine Verbesserung der Endothelfunktion nachweisen lässt.

Eine cholesterinsenkende Therapie mit Pravastatin reduziert das Risiko für koronare Ereignisse. Einer der Gründe ist vermutlich, dass die Endothelfunktion verbessert wird. Wie schnell dieser Effekt nachweisbar ist, untersuchte die RECIFE-Studie (Reduction of Cholesterol in Ischemia and Function of the Endothelium). Je 30 Patienten mit akutem Herzinfarkt oder instabiler Angina pectoris und einem Gesamtcholesterin über 200 mg/dl oder einem LDL-Cholesterin über 130 mg/dl erhielten randomisiert sechs Wochen lang 40 mg/d Pravastatin oder Plazebo. Bei allen Teilnehmern wurde vor Beginn der Behandlung und nach sechs Wochen sonographisch die Endothel-abhängige flussvermittelte Dilatation der Brachialarterie sowie die Endothel-unabhängige Dilatation nach Gabe von Nitroglyzerin gemessen. Die Werte von Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin nahmen in der Pravastatin-Gruppe um 23% und 33% ab. In der Plazebo-Gruppe änderten sich die Werte nicht. Auch die Endothel-abhängige Dilatation änderte sich in der Plazebo-Gruppe praktisch nicht. In der Pravastatin-Gruppe verbesserte sie sich dagegen signifikant von 4,93 auf 7,0%. Die Nitroglyzerin-Antwort war in beiden Gruppen vergleichbar.

Quelle: Dupuis, J: Cholesterol reduction rapidly imprves endothelial function after acute coronary syndromes, Zeitschrift: CIRCULATION, Ausgabe 99 (1999), Seiten: 3227-3233
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