Arteriosklerose-Therapie

Praxis-Depesche 14/2000

Pravastatin stabilisiert Gefäß-Plaques

Erstmals liefert eine kontrollierte Studie Beweise für die Tatsache, dass eine lipidsenkende Therapie mit dem CSE-Hemmer Pravastatin die Stabilität arteriosklerotischer Plaques verbessert.

Eine lipidsenkende Therapie reduziert das Risiko für vaskuläre Komplikationen, auch wenn angiographisch nur geringfügige Veränderungen des Stenosegrads erkennbar sind. Als Grund für diesen positiven Effekt wird diskutiert, dass sich die Zusammensetzung der Plaques günstig verändert und ihre Stabilität zunimmt. Diese Theorie wurde in einer Studie überprüft. Plaques aus den Karotiden von 24 Patienten, bei denen eine Karotis-Endarteriektomie durchgeführt wurde, wurden mit verschiedenen Methoden unter anderem auf ihren Gehalt an Lipiden, Kollagen, Matrix-Metalloproteinasen und deren Inhibitoren (TIMPs), glatten Muskelzellen, Entzündungszellen und apoptotischen Zellen untersucht. Elf Patienten hatten in den vorausgegangenen drei Monaten Pravastatin eingenommen, 13 keine lipidsenkende Therapie erhalten. Sämtliche Messparameter unterschieden sich zwischen beiden Gruppen signifikant. So betrug der Lipidanteil der Plaques bei den Pravastatin-Patienten 8%, bei den übrigen Patienten 24% (oxidiertes LDL-Cholesterin: 13 vs. 22%, Kollagen: 6,7 vs. 3,5%).

Quelle: Crisby, M: Pravastatin treatment increases collagen content and cecreases lipid content, inflammation, matrix metalloproteinases and cell d, Zeitschrift: CIRCULATION, Ausgabe 100 (1999), Seiten: I-469
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