| Praxis-Depesche 13/2005

Probiotika - kleine Helfer für Darm und Immunsystem

GFI.-Fortbildungskolleg 2005 Praxis-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung für Allgemeinärzte / Praktiker / Internisten in der Zeitschrift auch "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Bereits 1935 isolierte der japanische Arzt Minoru Shirota das nach ihm benannte Lactobacillus casei Shirota, desssen prophylaktische und therapeutische Wirkung in umfangreichen experimentellen und klinische Studien belegt wurde, so Prof. Dr. Heinrich Kasper, Würzburg, auf dem Fortbildungskolleg am 30.4.2005 in Leipzig. Seit dieser Zeit wird mit L. casei Shirota ein fermentiertes Getränk hergestellt (Yakult; Hersteller Yakult). Die orale Gabe von Lactobazillen schützt, wie verschiedene Untersuchungen zeigen, vor der durch Rotaviren oder Clostridium difficile verursachten Enteritis. Ebenso reduzieren Probiotika bei Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori die Keimzahl und beseitigen die durch diesen Keim ausgelöste Gastritis. Die positive Wirkung von L. casei Shirota, z. B. in Yakult, gegen Obstipation wurde in einer Anwendungsbeobachtung bei 70 Personen nachgewiesen. Bereits ab der zweiten "Behandlungswoche" ging der Schweregrad der Verstopfung zurück, Stuhlfrequenz und -konsistenz verbesserten sich. Nebenwirkungen traten nicht auf. Nach vier Wochen berichteten 83% der Personen der Verumgruppe eine Verbesserung der Obstipationssymptomatik. Auch bei antibiotikaassoziierter Diarrhö profitieren die Betroffenen von der Aufnahme von Probiotika. Sowohl im Tiermodell als auch beim Menschen verbessern sich bei regelmäßigem Verzehr fermentierter Milchprodukte die humorale und die zellvermittelte Immunabwehr. So wirkt L. casei Shirota aufgrund seiner immunmodulatorischen Eigenschaften positiv auf den Verlauf intestinaler viraler und bakterieller Infekte. Auch atopische Erkrankungen, z. B. Neurodermitis beim Kleinkind, können durch Probiotika-Gabe reduziert werden. Nach großen viszeralchirurgischen Eingriffen kann, so eine prospektive, plazebokontrollierte Untersuchung, durch die frühe Aufnahme von Probiotika die Inzidenz postoperativer bakterieller Infektionen signifikant gesenkt werden. In einer mehrjährigen klinischen Studie mit 380 Personen, denen in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten vor Studienbeginn zwei oder mehr kolorektale Adenome bzw. Frühkarzinome entfernt worden waren, wurde eine präventive Wirkung von L. casei Shirota beobachtet. Durch die Gabe von 3 x täglich 1010 L. casei Shirota über vier Jahre wurde das relative Risiko für die Entwicklung von Tumoren mit moderater oder schwerer Atypie im Vergleich zu Plazebo auf 65% gesenkt.

GFI.-Fortbildungskolleg 2005 Praxis-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung für Allgemeinärzte / Praktiker / Internisten in der Zeitschrift auch "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Bereits 1935 isolierte der japanische Arzt Minoru Shirota das nach ihm benannte Lactobacillus casei Shirota, desssen prophylaktische und therapeutische Wirkung in umfangreichen experimentellen und klinische Studien belegt wurde, so Prof. Dr. Heinrich Kasper, Würzburg, auf dem Fortbildungskolleg am 30.4.2005 in Leipzig. Seit dieser Zeit wird mit L. casei Shirota ein fermentiertes Getränk hergestellt (Yakult; Hersteller Yakult). Die orale Gabe von Lactobazillen schützt, wie verschiedene Untersuchungen zeigen, vor der durch Rotaviren oder Clostridium difficile verursachten Enteritis. Ebenso reduzieren Probiotika bei Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori die Keimzahl und beseitigen die durch diesen Keim ausgelöste Gastritis. Die positive Wirkung von L. casei Shirota, z. B. in Yakult, gegen Obstipation wurde in einer Anwendungsbeobachtung bei 70 Personen nachgewiesen. Bereits ab der zweiten "Behandlungswoche" ging der Schweregrad der Verstopfung zurück, Stuhlfrequenz und -konsistenz verbesserten sich. Nebenwirkungen traten nicht auf. Nach vier Wochen berichteten 83% der Personen der Verumgruppe eine Verbesserung der Obstipationssymptomatik. Auch bei antibiotikaassoziierter Diarrhö profitieren die Betroffenen von der Aufnahme von Probiotika. Sowohl im Tiermodell als auch beim Menschen verbessern sich bei regelmäßigem Verzehr fermentierter Milchprodukte die humorale und die zellvermittelte Immunabwehr. So wirkt L. casei Shirota aufgrund seiner immunmodulatorischen Eigenschaften positiv auf den Verlauf intestinaler viraler und bakterieller Infekte. Auch atopische Erkrankungen, z. B. Neurodermitis beim Kleinkind, können durch Probiotika-Gabe reduziert werden. Nach großen viszeralchirurgischen Eingriffen kann, so eine prospektive, plazebokontrollierte Untersuchung, durch die frühe Aufnahme von Probiotika die Inzidenz postoperativer bakterieller Infektionen signifikant gesenkt werden. In einer mehrjährigen klinischen Studie mit 380 Personen, denen in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten vor Studienbeginn zwei oder mehr kolorektale Adenome bzw. Frühkarzinome entfernt worden waren, wurde eine präventive Wirkung von L. casei Shirota beobachtet. Durch die Gabe von 3 x täglich 1010 L. casei Shirota über vier Jahre wurde das relative Risiko für die Entwicklung von Tumoren mit moderater oder schwerer Atypie im Vergleich zu Plazebo auf 65% gesenkt.

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