Praxis-Tipp | Praxis-Depesche 5/2019

Procalcitonin zeigt Exazerbation

Akute Exazerbationen einer chronischobstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf die Schnelle von anderen pulmonalen Diagnosen, allen voran Lungenembolie und kongestive Herzinsuffizienz, zu unterscheiden, ist häufig gar nicht so einfach. Ein Blick auf den SerumProcalcitoninSpiegel kann helfen.

Jeweils 25 COPD-Patienten (Alter zwischen 40 und 80 Jahre) mit bzw. ohne akute Exazerbation wurden einer Atemwegsuntersuchung unterzogen. Gegenüber den stabilen COPD-Patienten wiesen die exazerbierten Patienten einen signifikant erhöhten Serum-Procalcitoninspiegel auf (0,066 vs. 0,272). Das Ergebnis deckt sich mit Beobachtungen ähnlicher Studien, in welchen Assoziationen von erhöhtem Procalcitonin mit einem gesteigerten Hospitalisierungs- und Mortalitätsrisiko bei COPD-Patienten beobachtet wurden. Bei einem Cut-off-Wert von 0,085 konnte mittels Procalcitonin mit einer Sensitivität von 68 % und einer Spezifität von 80 % zwischen den exazerbierten und stabilen COPD-Patienten unterschieden werden. Aus Sicht der Autoren ist der Serum-Procalcitoninwert somit ein geeigneter Biomarker für Exazerbationen einer COPD. OH
Quelle:

Borsi H et al.: Relationship between serum ... J Family Med Prim Care 2019; 8: 738-40

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