Typ-2-Diabetes | Praxis-Depesche 22/2000

Raucher haben ein höheres Risiko

Bislang war nicht klar, ob Rauchen das Risiko für einen Typ-2-Diabetes erhöht. Jetzt zeigt eine japanische Studie, dass rauchende Männer häufiger erhöhte Blutzucker-Nüchternspiegel entwickeln bzw. an Typ-2-Diabetes erkranken.

In die Studie wurden 1 266 Büroangestellte aufgenommen, die weder erhöhte Nüchtern-Blutzuckerwerte noch einen Typ-2-Diabetes hatten. Zwischen Mai 1994 und Mai 1999 wurden der Nüchtern-Blutzucker jährlich gemessen. Während des Studienzeitraumes entwickelten 87 Männer erhöhte Nüchtern-Blutzuckerspiegel (110 bis 126 mg/dl), 54 erkrankten an Typ-2-Diabetes (Blutzuckerspiegel über 126 mg/dl bzw. Verschreibung eines Antidiabetikums). Im Vergleich zu Männern, die nie geraucht hatten, war das Risiko der Raucher, eine Nüchtern-Hyperglykämie oder einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, deutlich erhöht - und zwar abhängig von der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. So hatten Männer, die täglich eine bis 20 Zigaretten rauchten, ein fast doppelt so hohes Diabetesrisiko (relatives Risiko 1,88). Bei Männern, die zwischen 21 und 31 Zigaretten rauchten, war das Risiko mehr als viermal so hoch (RR 4,09).

Quelle: Nakanishi, N: Cigarette smoking and risk for imparied fasting glucose and type 2 diabetes in middle-aged Japanese men., Zeitschrift: ANNALS OF INTERNAL MEDICINE, Ausgabe 133 (2000), Seiten: 183-191

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