Akuter Myokardinfarkt | Praxis-Depesche 4/2007

Reperfusion bei Hyperglykämie deutlich schlechter

Patienten mit Myokardinfarkt haben eine deutlich schlechtere Prognose, wenn sie eine Hyperglykämie haben, unabhängig davon, ob sie Diabetiker sind oder nicht. Welchen Einfluss der aktuelle Blutzucker bei akutem Infarkt mit ST-Strecken-Hebung auf die myokardiale Perfusion hat, wurde in Frankreich untersucht.

Bei 371 Patienten, die mit einem akuten Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung eingeliefert worden waren und binnen zwölf Stunden eine Lyse-Therapie erhalten hatten, wurde initial u. a. auch der Blutzucker bestimmt. Durch die Lyse-Therapie kam es bei 39,4% zu einer kompletten (über 70%), bei 33,4% zu einer inkompletten (30 bis 70%) und bei 27,2% zu keiner (unter 30%) ST-Strecken-Normalisierung (STN). Patienten mit kompletter Normalisierung hatten seltener einen Vorderwandinfarkt und seltener eine LVEF von weniger als 40%.

Mit steigenden Blutzuckerwerten nahm die STN signifikant ab. Der Anteil von Patienten mit einem Glukosewert von mehr als 11 mmol/l (198 mg/dl) war signifikant höher bei keiner (25%) oder einer partiellen (15%) als bei kompletter STN (8%).

Neben dem Alter und der Infarktlokalisation erwies sich die Hyperglykämie als signifikanter unabhängiger Vorhersagewert für eine inkomplette oder keine STN (OR 2,348).

Quelle: Huillier, L: Relation of hyperlgycemia to ST-Segment resolution after reperfusion for acute myocardial infarction (from obersatoire des infarctus de Cote-d`Or Survey (RICO), Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF CARDIOLOGY, Ausgabe 98 (2006), Seiten: 167-171

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