| Praxis-Depesche 14/2002

Rheuma kann auf Krebs hinweisen

Die krebsassoziierten rheumatischen Syndrome können in drei Gruppen eingeteilt werden: paraneoplastische Syndrome, deren Ursache das bösartige Leiden ist, immunologisch-rheumatische Erkrankungen, die nach langem Verlauf maligne entarten können, und Rheumatherapien, die Krebs induzieren. Typische paraneoplastische Syndrome sind Polymyositis und Dermatomyositis. Sie können schon Jahre vor Entdeckung der malignen Erkrankung auftreten und sollten zu Tu-morsuche Anlass geben. Auch eine Polymyalgia rheumatica mit atypischen Zeichen (Alter unter 50, kein Ansprechen auf Prednison) weist auf ein verstecktes Malignom hin. Das auf einer Autoimmunreaktion basierende Lambert-Eaton-Syndrom mit myasthenischer Schwäche kann Monate vor einem Bronchialkarzinom evident werden. Eine asymmetrische seronegative rA mit perakutem Beginn und Therapieresistenz kann einer akuten Leukämie um Monate vorausgehen. Die hypertrophe Osteoarthropathie weist auf Bronchialkarzinom oder Lungenmetastasen hin. Verdächtig sind auch palmare Fasziitis-Arthritis, eosinophile Fasziitis mit fehlendem Ansprechen auf Steroide, ein Erythema nodosum, das länger als sechs Monate anhält und ein Raynaud-Phänomen oder eine leukozytoklastische Vaskulitis im Alter über 50 Jahre. Ein Beispiel für maligne Entartungen aus dem rheumatischen Formenkreis ist das Sjögren-Syndrom, das in 5 bis 7% nach Jahren in ein malignes Lymphom übergehen kann. Die bei rheumatischen Erkrankungen oft durchgeführte Immunsuppression kann nach Jahren z. B. zu Lymphomen (Azathioprin, Methotrexat) oder Blasenkarzinomen (Cyc-lophosphamid) führen. (Ko)

Die krebsassoziierten rheumatischen Syndrome können in drei Gruppen eingeteilt werden: paraneoplastische Syndrome, deren Ursache das bösartige Leiden ist, immunologisch-rheumatische Erkrankungen, die nach langem Verlauf maligne entarten können, und Rheumatherapien, die Krebs induzieren. Typische paraneoplastische Syndrome sind Polymyositis und Dermatomyositis. Sie können schon Jahre vor Entdeckung der malignen Erkrankung auftreten und sollten zu Tu-morsuche Anlass geben. Auch eine Polymyalgia rheumatica mit atypischen Zeichen (Alter unter 50, kein Ansprechen auf Prednison) weist auf ein verstecktes Malignom hin. Das auf einer Autoimmunreaktion basierende Lambert-Eaton-Syndrom mit myasthenischer Schwäche kann Monate vor einem Bronchialkarzinom evident werden. Eine asymmetrische seronegative rA mit perakutem Beginn und Therapieresistenz kann einer akuten Leukämie um Monate vorausgehen. Die hypertrophe Osteoarthropathie weist auf Bronchialkarzinom oder Lungenmetastasen hin. Verdächtig sind auch palmare Fasziitis-Arthritis, eosinophile Fasziitis mit fehlendem Ansprechen auf Steroide, ein Erythema nodosum, das länger als sechs Monate anhält und ein Raynaud-Phänomen oder eine leukozytoklastische Vaskulitis im Alter über 50 Jahre. Ein Beispiel für maligne Entartungen aus dem rheumatischen Formenkreis ist das Sjögren-Syndrom, das in 5 bis 7% nach Jahren in ein malignes Lymphom übergehen kann. Die bei rheumatischen Erkrankungen oft durchgeführte Immunsuppression kann nach Jahren z. B. zu Lymphomen (Azathioprin, Methotrexat) oder Blasenkarzinomen (Cyc-lophosphamid) führen. (Ko)

Quelle: Naschitz, JE: Rheumatic syndromes: clues to occult neoplasia, Zeitschrift: CURRENT OPINION IN RHEUMATOLOGY, Ausgabe 13 (2001), Seiten: 62-66

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