Benigne Prostatahyperplasie | Praxis-Depesche 7-8/2020

Risikofaktor für eine Leistenhernie

Die Ergebnisse einer taiwanesischen Kohortenstudie sprechen dafür, dass eine Lower-Urinary-Tract-Symptoms/benigne Prostatahyperplasie (LUTS-BPH) zu einer Leistenhernie führen kann.
Im Rahmen dieser Studie wurden die Daten von 22.310 Männern mit LUTS-BPH analysiert und mit denen von 22.310 Männern ohne LUTS-BPH verglichen. Nach einem 10-jährigen Follow-up entwickelte sich bei 1.303 (5,84 %) Männern mit LUTS-BPH eine Leistenhernie im Vergleich zu nur 735 (2,53 %) Patienten ohne. Insgesamt war eine LUTS-BPH mit einem zweifach erhöhten Risiko für eine Leistenhernie assoziiert (Hazard Ratio [HR] 2,25). Nach Meinung der Autoren sind die Zusammenhänge zwischen LUTS-BPH und einer Leistenhernie unklar, vor allem dahingehend, ob es sich um eine Koinzidenz handelt oder ob ein kausaler Zusammenhang besteht. Eine naheliegende Erklärung ist, dass Patienten mit einem LUTS-BPH vor allem zu Beginn des Wasserlassens die Bauchpresse stärker aktivieren, wodurch der intraabdominelle Druck ansteigt und somit das Risiko für eine Leistenhernie. PS
Quelle: Wu YH et al.: Lower urinary tract symptoms-benign prostatic hyperplasia may increase the risk of subsequent inguinal hernia in a taiwanese population ... PLoS ONE 15(6): e0234329
ICD-Codes: N40

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