Akute myeloische Leukämie bei Kindern

Praxis-Depesche 12/2008

Schlechte Prognose nach Rezidiv

Die Überlebensprognose bei Rezidiven einer akuten myeloischen Leukämie (AML) ist schlecht. Amerikanische Onkologen suchten nach prognostischen Faktoren für AML-Rezidive und für das Überleben nach AML-Rezidiven.

Die Mediziner beobachteten 1991 Kinder mit erstmaliger AML. Von 160 Kindern mit kompletter klinischer Remission (84%) erlitten 60 ein Rezidiv. Die Fünfjahres-ereignisfreie Überlebensrate (EFS) betrug bei Kindern mit kompletter klinischer Remission 41,8%. Negative prog­nos­tische Risikofaktoren waren eine Leukozytenzahl von mindestens 50 x 109/l zum Zeitpunkt der Dianose, Vorliegen eines FAB-M7-Subtyps und Alter über zehn Jahre. Dagegen ergab sich eine bessere Prognose bei Vorliegen eines günstigen Karyotyps [t(9;11) bzw. inv(16)].

Die Fünfjahres-EFS nach Auftreten eines Rezidivs betrug 23,3%. Signifikant positive Prognosefaktoren waren männliches Geschlecht, Stammzellentransplantation nach Auftreten des Rezidivs sowie die Dauer bis zum Auftreten des Rezidivs. Ein nicht-signifikanter positiver Trend ergab sich für eine autologe Stammzelltherapie vor Auftreten des Rezidivs. Signifikant negative Prädiktoren waren eine M5- oder M7-Morphologie. CE

Quelle: Rubnitz, JE: Prognostic factors and outcome of recurrence in childhood acute myeloid leukemia, Zeitschrift: CANCER, Ausgabe 109 (2007), Seiten: 157-163
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