| Praxis-Depesche 6/2006

Schützen Omega-3-Fettsäuren vor Herzinfarkt?

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in hoher Konzentration in bestimmten Seefischen wie Makrele, Lachs, Hering, Sardine und Tunfisch vorkommen. Zu den wichtigsten langkettigen Omega-3-Fettsäuren gehören die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA), erläuterte Prof. Dr. Werner O. Richter, Windach, auf einem Fortbildungskolleg der Praxis-Depesche in Hannover.

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in hoher Konzentration in bestimmten Seefischen wie Makrele, Lachs, Hering, Sardine und Tunfisch vorkommen. Zu den wichtigsten langkettigen Omega-3-Fettsäuren gehören die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA), erläuterte Prof. Dr. Werner O. Richter, Windach, auf einem Fortbildungskolleg der Praxis-Depesche in Hannover.

Der tägliche Bedarf an EPA und DHA liegt zwischen 0,3 und 1 g. Dazu müssten aber 3 bis 5 g Fischöl aufgenommen werden – was jedoch mit einem deutlichen Mehr an Kalorien und folglich einer nicht unwesentlichen Gewichtszunahme verbunden wäre. Deshalb sind, so betonte Richter, für die regelmäßige Einnahme die hochgereinigten Omega-3-Säurenethylester 90 zu bevorzugen, wie z. B. Zodin® (Trommsdorff). Das Präparat enthält 380 g DHA und 460 mg EPA. Hergestellt werden die Omega-3-Säurenethylester 90 aus rohem Fischöl, das von Schadstoffen befreit wurde.

In die GISSI-Präventionsstudie (GISSI = Gruppo Italiano per lo Studio della Sopravvivenza nell’ Infarto miocardico) zur Sekundärprävention mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen nach Herzinfarkt wurden 11 324 Patienten (ohne Altersbegrenzung) mit gerade durchgemachtem Herzinfarkt aufgenommen. Sie erhielten entweder Omega-3-Säurenethylester 90 (850 bis 882 mg/d) oder Vitamin E (200 mg/d) oder beide Supplemente bzw. Plazebo.

Nach einer Beobachtungsdauer von 3,5 Jahren verringerte sich das relative Risiko für die kombinierten Endpunkte, nämlich Gesamtmortalität, nicht-tödlicher Herzinfarkt, Schlaganfall bzw. kardiale Mortalität, nicht-tödlicher Herzinfarkt, Schlaganfall, unter Gabe der Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zur ausschließlichen Verabreichung von Vitamin E oder Plazebo (2-Gruppen-Analyse) um 10 bzw. 11%. Beim Vergleich der Patienten, die ausschließlich Omega-3-Fettsäuren einnahmen, mit der Kontrollgruppe (4-Gruppen-Analyse) lagen die entsprechenden Werte bei 15% bzw. 20%. Dabei war diese Risikoreduktion allein auf die Abnahme kardiovaskulärer Todesfälle zurückzuführen, betonte Richter. Die Rate nicht-tödlicher Ereignisse wurde dagegen nicht beeinflusst.

Der Nutzen der Omega-3-Säurenethylester 90 setzte bereits nach vier Monaten ein. Sie wurden gut vertragen. Omega-3-Fettsäuren sind, wie Richter betonte, keine Alternative zu Statinen, aber eine wichtige und effektive

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