Brustkrebs bei BRCA-Mutation | Praxis-Depesche 23/2000

Sekundär-Prävention macht sich bezahlt

Frauen mit Brustkrebs und dem Nachweis einer BRCA1- oder BRCA2-Mutation tragen ein hohes Risiko, ein kontralaterales Karzinom oder Ovarialkarzinom zu entwickeln. Strategien zur Sekundärprävention scheinen erfolgreich zu sein.

In sieben Studien wurde die Lebenserwartung von BRCA-positiven Brustkrebspatientinnen nach fünfjähriger Tamoxifen-Therapie, prophylaktischer kontralateraler Mastektomie, prophylaktischer Ovarektomie oder einer Kombination dieser Maßnahmen bewertet. Abhängig von der Penetranz der BRCA-Mutation stieg bei 30-jährigen Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium nach Tamoxifen-Therapie die Lebenserwartung um 0,4 bis 1,3 Jahre, nach Ovarektomie um 0,2 bis 1,8 Jahre und nach prophylaktischer Mastektomie um 0,6 bis 2,1 Jahre. Am meisten profitierten Patientinnen mit einer hohen Penetranz der BRCA-Mutation, die ohne prophylaktische Therapie ein Risiko für Krebs der kontralateralen Brust von 65% und des Ovars von 40% haben.

Quelle: Schrag, D: Life expectancy gains from cancer prevention strategies for women with breast cancer and BRCA1 of BRCA2 mutations, Zeitschrift: JOURNAL OF THE AMERICAN MEDICAL INFORMATICS ASSOCIATION, Ausgabe 283 (2000), Seiten: 617-624

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