Wenn nichts mehr geht ...

Praxis-Depesche 20/2001

Sexuelle Funktionsstörungen bei älteren Männern sind keine Katastrophe

Wie häufig sind erektile und ejakulatorische Dysfunktion bei älteren Männern? Wie wirken sich diese Störungen auf die sexuelle Aktivität der Männer aus? Wie sehr wird die Lebensqualität der Männer durch die sexuellen Funktionsstörungen beeinträchtigt? Niederländische Urologen haben sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt.

1688 Männer zwischen 50 und 78 Jahren füllten Fragebögen aus und wurden in einer urologischen Ambulanz untersucht. Eine signifikante erektile Dysfunktion war bei 3% der 50- bis 54-jährigen Männer sowie bei 26% der 70- bis 78-jährigen Männer nachweisbar. Die Prävalenz der ejakulatorischen Dysfunktion (Ejakulationen mit deutlich reduziertem Volumen oder keine Ejakulationen) nahm von 3% bei den 50-jährigen auf 35% bei den 70- bis 78-jährigen Männern zu. Die Männer machten sich in der Regel mehr Gedanken über die erektile Dysfunktion als über die ejakulatorische Dysfunktion. Insgesamt waren die befragten Männer aber nur wenig besorgt über ihre sexuellen Funktionsstörungen. Mit steigendem Alter und bei bekannten sexuellen Funktionsstörungen waren die Männer sexuell weniger aktiv. 17 bis 28% der sexuell aktiven Männer hatten normale Erektionen - dies bedeutet, dass mit zunehmendem Alter normale Erektionen nicht unbedingt Voraussetzung sind für ein sexuell aktives Leben.

Quelle: Blanker, MH: Erectile and ejaculatory dysfunction in a community-based sample of men 50 to 78 years old: prevalence, concern, and relation to sexual activity, Zeitschrift: UROLOGY, Ausgabe 57 (2001), Seiten: 763-768
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