Colitis ulcerosa

Praxis-Depesche 4/2012

Sicherer die Therapieziele erreichen

Mesalazin (5-ASA) ist aus der Therapie der Colitis ulcerosa nicht wegzudenken. Damit die Substanz ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte sie gezielt und gleichmäßig im Dickdarm freigesetzt werden.

Wie Prof. Stefan Schreiber, Kiel, auf einem Symposium in Leipzig unterstrich, wirkt 5-ASA nicht nur antientzündlich, sondern auch protektiv gegenüber der Entstehung eines Kolonkarzinoms. Daher sollte es kontinuierlich verabreicht werden, auch wenn die Therapie z. B. mit Kortikoiden, Immunmodulatoren oder TNFα-Blockern eskaliert wird.

Mit MMX-Mesalazin liegt inzwischen eine neue Formulierung vor, bei der die nötige Wirkstoffmenge in wenigen Tabletten untergebracht werden kann, und diese müssen nur einmal täglich genommen werden. Der Wirkstoff wird gezielt und gleichmäßig im Kolon freigesetzt. Die einmal tägliche Gabe fördert die Patientencompliance und trägt damit wesentlich zum Therapieerfolg bei.

Ziel der Therapie ist das Wohlbefinden des Patienten. Unter einer remissionserhaltenden Mesalazin-Behandlung sind nach einem Jahr noch bis zu 80% der Patienten in Remission, so Prof. Franz Hartmann, Frankfurt / M. In einer Untersuchung mit MMX-Mesalazin bei gering bis mäßig schwer ausgeprägter Kolitis war die Lebensqualität der Patienten nach acht Wochen Therapie mit der der Allgemeinbevölkerung vergleichbar. Unter 5-ASA kann bei etwa 50% der Patienten auch das Therapieziel der „Mukosa-Heilung“ erreicht werden – ein Parameter, der laut Prof. Ralf Kiesslich, Mainz, künftig mehr in den Vordergrund rücken wird. WE

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