Praxis-Depesche 4/2008

Sinkt der Blutdruck nachts nicht, drohen Arrhythmien

Die Rolle eines fehlenden oder ungenügenden natürlichen Blutdruckabfalls in der Nacht bei der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen ist bekannt. Diabetiker mit autonomer Neuropathie sind häufig von diesem Phänomen betroffen.

Bei 48 jugendlichen Typ-1-Diabetikern mit normalem Blutdruck und normaler Nierenfunktion wurden eine ambulante 24-Stunden-Blutdruck- und Herzfrequenzmessung sowie eine Echokardiographie und ein EKG durchgeführt.

Bei etwa der Hälfte der Probanden sank der Blutdruck nachts nicht ab (Non-Dipper). Sie wiesen im Vergleich zur Gruppe derer mit nächtlichem Blutdruckabfall eine sowohl im 24-Stunden-Mittel als auch tagsüber signifikant reduzierte Herzfrequenz auf. Zudem waren ihr QT-Intervall und ihr QT/QTc-Quotient verlängert (Arrhythmie-Risiko!) und der endsystolische und enddiastolische Durchmesser der linken Herzkammer vergrößert (linksventrikuläre Dysfunk­tion, Manifestation einer diabetischen Kardiomyopathie).

Quelle: Karavanaki, K: QT interval prolongation in association with impaired circadian variation of blood pressure and heart rate in adolescents with Type 1 diabetes, Zeitschrift: DIABETIC MEDICINE, Ausgabe 24 (2007), Seiten: 1247-1253
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