Borreliose

Praxis-Depesche 19/2001

Systemische Vaskulitis nach dem Stich einer infizierten Zecke

Niederländische Kollegen berichten über einen Patienten mit Lyme-Krankheit, der eine systemische Vaskulitis mit schweren Komlikationen entwickelte. Antibiotika richteten dagegen nichts aus. Die Symptome besserten sich erst unter immunsuppressiver Therapie.

Drei Wochen nach einem Zeckenstich bekam der 52-jährige Patient Fieber, Kopfschmerzen, Tinnitus und Gelenkschmerzen. Trotz Doxycyclin-Therapie verschlechterte sich sein Zustand, so dass eine stationäre Aufnahme erforderlich wurde. Hohe spezifische IgM-Titer im Blut sprachen für eine Borreliose im Frühstadium. Trotz intravenöser Ceftriaxon-Gabe verschlechterte sich der Zustand des Mannes weiter. Er entwickelte eine Neuroborreliose, wurde beatmungspflichtig und niereninsuffizient. Zusätzlich traten dann am ganzen Körper petechiale Blutungen auf. Eine Haut-Faszien-Muskel-Biopsie ergab den histologischen Befund einer Vaskulitis. Da eine einwöchige Prednisolon-Gabe keine Wirkung zeigte, wurde eine Cyclophosphamid-Therapie eingeleitet. Daraufhin bildeten sich die neurologischen Symptome innerhalb kurzer Zeit zurück; der Patient erholte sich.

Quelle: Komdeur, R: Immunosuppressive treatment for vasculitis associated with lyme borreliosis, Zeitschrift: ANNALS OF THE RHEUMATIC DISEASES, Ausgabe 60 (2001), Seiten: 721
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