Dreifachtherapie bei COPD

Praxis-Depesche 5/2019

Viele Vorteile bei vergleichbarer Sicherheit

Hauptziele in der Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind die Linderung der Symptome und die Vermeidung von Exazerbationen. Patienten, die trotz dualer Vortherapie weitherhin unter Symptomen leiden, können von einer Dreifachtherapie aus LAMA, LABA und ICS profitieren. Dies belegen die drei unabhängigen Studien TRILOGY, TRINITY und TRIBUTE.

Das Fazit dieser drei Studien brachte Prof. Michael Dreher, Aachen, auf einer Veranstaltung von Chiesi noch einmal auf den Punkt. Geprüft wurde die Dreifach-Fixkombination aus dem LAMA Glycopyorronium (GB), dem LABA Formoterol (FF) und dem ICS Beclometason (BDF) gegenüber dualer Therapie mit LAMA/LABA oder ICS/LABA, gegenüber Monotherapie oder freier Dreifachkombination.
In allen drei Studien zeigte die Dreifachtherapie Vorteile hinsichtlich Exazerbationen, Lungenfunktion und Lebensqualität. In der Studie TRIBUTE mit mehr als 1.500 Patienten wurde GB/FF/BDF mit der Zweifachkombination aus Glycopyrronium und Indacaterol (GB/IND) verglichen. Bei vergleichbarem Sicherheitsprofil reduzierte die Dreifach-Fixkombination signifikant die Rate der moderaten bis schweren Exazerbationen um 15,2 % gegenüber der LAMA/LABA-Kombination (p = 0,043, Beobachtungszeitraum 52 Wochen). Zudem wurde unter GB/FF/BDP ein um im Mittel 22 ml signifikant besserer Pre-dose- FEV1 sowie eine signifikant bessere Lebensqualität erreicht als unter der Dualtherapie.
Auch in den aktuellen GOLD-Leitlinien haben Dreifach-Fixkombinationen an Stellenwert gewonnen. OH
Quelle:

Symposium: „COPD: Extrafeine Dreifach-Fixkombination dualer Kombination überlegen“, Feldkirchen, 14.3.2019

 

ICD-Codes: J44.9
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