Diabetes und Vorhofflimmern

Praxis-Depesche 10/2019

Wohl kein genetischer Zusammenhang

Es gibt Hinweise, dass ein Typ-2-Diabetes das Risiko für Vorhofflimmern (VHF) erhöhen kann. Ob es allerdings ein kausaler Zusammenhang ist, war bislang nicht klar.
Das in der vorliegenden Studie verwendete biostatistische Verfahren der Mendelschen Randomisierung untersucht zwei Erkrankungen auf eine ggf. bestehende Kausalität. Es prüft die Variationen von Genen mit bekannten Funktionen und legt diese für die fraglichen Erkrankungen übereinander.
Es zeigte sich, dass weder ein Typ-2-Diabetes, noch die Nüchternglucose oder der HbA1c kausal mit der Entstehung von VHF assoziiert war (OR 1,01; 0,95 resp. 1,01). Somit konnte diese Studie keine kausale Assoziation von genetisch bedingtem Diabetes und VHF nachweisen. Eine antidiabetische Therapie wird also eher wenig gegen VHF auszurichten im Stande sein. CB
Quelle: Harati H et al.: No evidence of a causal association of type 2 diabetes and glucose metabolism with atrial fibrillation. Diabetologica 2019; 62: 800-4
ICD-Codes: E11.9 , I48
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