Den Genen auf der Spur | Praxis-Depesche 18/2001

Zytokine und juvenile idiopathische Arthritis

Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) ist in Europa die häufigste chronische Arthritis im Kindesalter. Spielen die Gene, die Zytokine codieren und somit das Immunsystem mitregulieren, eine Rolle in der Pathogenese? Dieser Frage ging eine britische Arbeitsgruppe nach.

Analysiert wurden Blutproben von 417 Kindern und Jugendlichen mit juveniler idiopathischer Arthritis. 276 gesunde, nicht verwandte Kinder bildeten die Kontrollgruppe. Es wurden solche Zytokine ausgewählt, von denen ein Einfluss auf die Pathologie der JIA bekannt ist, nämlich die Interleukine IL-1a, IL-2, IL-4, IL-6, IL-10, Interferon-a1, Interferon-g und der Interferon-regulierende Faktor 1 (IRF-1). Lediglich für IRF-1 konnte ein Zusammenhang mit dem Auftreten einer JIA gefunden werden: Patienten waren signifikant seltener homozygot für das IRF-1-A-Allel als gesunde Probanden. Es handelt sich dabei um eine nicht translatierte Region (3´UTR). Kein Zusammenhang bestand zwischen dem Auftreten des Genpolymorphismus und einzelnen Formen der JIA.

Quelle: Donn, RP: Cytokine gene polymorphisms and susceptibility to juvenile idiopathic arthritis, Zeitschrift: ARTHRITIS AND RHEUMATISM, Ausgabe 44 (2001), Seiten: 802-810

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