Praxis-Depesche 11/2017

Risiko für und bei Krebs

Bewegung bessert die Prognose

Körperliche Aktivität gehört bekanntermaßen zu den Lebensstil-Faktoren, die das Krebrisiko reduzieren; auch der Verlauf bei etablierten Malignomen wird positiv beeinflusst. Wie kommt dieser Effekt zustande?

Die positive Wirkung von körperlicher Aktivität wurde in dieser Hinsicht vor allem in Beobachtungsstudien registriert. Mit diesen wurden aber möglicherweise nur Verknüpfungen mit irgendwelchem gesundem Verhalten aufgespürt. Dem Mangel an randomisiert-kontrolliert erhobenen Daten tragen derzeit laufende Studien Rechnung. Sie werden wahrscheinlich auch Aufschluss über die Mechanismen geben, die dem positiven Effekt von Aktivität zugrunde liegen. Die derzeitige Datenlage zu diesen Zusammenhängen ergründete eine britisch-amerikanische Arbeitsgruppe anhand der verfügbaren Publikationen zu diesem Thema. Als indirekte Faktoren fand man Veränderungen des Vitamin-D-Spiegels, Gewichtsreduktion, Exposition gegenüber Sonnenlicht und Verbesserung der Stimmung. Direkte Faktoren waren IGF, epigenetische Wirkungen auf Gen-Expression und DNA-Reparatur, vasoaktives intestinales Peptid, oxidativer Stress und antioxidative Effekte, heat shock proteins, Testosteron, Irisin, Immunitätslage, chronische Entzündung und Prostaglandine, Energiestoffwechsel und Insulinresistenz. Die Autoren konzedieren, dass es noch weitere Einflüsse geben dürfte, über die noch nicht berichtet wurde. WE


Quelle:

Thomas RJ et al.: Exercise-induced biochemical changes and ... Br J Sports Med 2017; 51: 640-4



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