Therapierefraktäres schweres Asthma
Asthma bronchiale und weitere Erkrankungen wie zum Beispiel die chronische Rhinosinusitis mit nasalen Polypen können überwiegend durch eine Typ-2-Inflammation bedingt sein. Wird diese Entzündungsreaktion nicht adäquat therapeutisch angegangen, können schwerwiegende Symptome entstehen und persistieren, wie z. B. Dyspnoe, pulmonale Obstruktion (bei Asthma) oder nasale Obstruktion, Geruchssinnverlust oder nasaler Ausfluss (bei Rhinosinusitis). Die Typ-2-Entzündung ist dabei gekennzeichnet durch Th2- Zellen (T-Helfer-Zellen Typ 2) und Gruppe-2-Zellen des angeborenen Immunsystems (ILC2), die typischerweise Interleukine wie IL-4, -5 und -13 triggern. Diese Mechanismen schädigen das Atemwegsepithel und befeuern einen Teufelskreis, der die Symptome letztendlich aggraviert und die Lebensqualität massiv einschränken kann. Therapeutisch ist es daher wichtig, nicht alle Asthma-Fälle „über einen Kamm zu scheren“, sondern entsprechend des Vorhandenseins einer Typ-2-Inflammation zu behandeln.

Immunologie: Kinder durch Impfung schützen

An Meningokokken- Schutz denken!

Mit Lockerung der Corona-Maßnahmen steigt das Risiko für Meningokokken-Erkrankungen bei Kindern. Um einen „Rebound“-Effekt zu vermeiden ist es umso wichtiger, an eine frühzeitige Impfung gegen Meningokokken B zu denken.

Große Langzeitstudie zu den Spätfolgen von COVID-19

Vollständige Genesung dauert oft über ein Jahr

„Long-COVID“ ist zwar ein momentan viel bemühter Begriff, über das volle Symptomspektrum oder die Krankheitsdauer ist jedoch nur wenig bekannt. Die bisher größte Langzeitstudie zu dem Thema zeigt, dass viele Betroffene auch ein Jahr nach der akuten ...

Koinfektion mit Influenza und SARS-CoV-2

Selten, aber schwerwiegend

Eine Koinfektion von COVID-19-Patienten mit anderen Viren, wie Influenza oder Adenoviren, erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf und Tod, so eine aktuelle Studie veröffentlicht in dem Fachjournal The Lancet.

Präexpositionsprophylaxe bei COVID-19

Anhaltender Schutz für Immungeschwächte

Bestimmte Patientengruppen sprechen auf die SARS-CoV-2-Impfstoffe nicht ausreichend an und benötigen daher zusätzliche Schutzmaßnahmen, um gegen einen schweren COVID-19-Verlauf ausreichend gewappnet zu sein. Eine Lösung ist die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit ...

SARS-CoV-2 Omikron BA.4/5

Neue Booster für neue Virus(sub)varianten

Im Zuge der sich wandelnden Zusammensetzung der kursierenden Varianten von SARS-CoV-2 ist es wichtig, auch neue Versionen der verfügbaren Impfstoffe zu entwickeln, um einen möglichst hohen COVID-19-Schutz aufrechtzuerhalten. Der Hersteller Moderna hat nun eine Omikron-adaptierte,...

Über den Tellerrand der Praxishektik geblickt

nur für Fachkreise Masern – eine gesellschaftliche Betrachtung

Vor der Einführung der Masernimpfung zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) Masern-Epidemien alle zwei bis drei Jahre beobachtet. Jährlich traten weltweit geschätzt zwei bis drei Millionen masernbedingte Todesfälle auf. ...

Videos zu Infektionen

Krankheits-Ekel triggert Immunreaktion

Auf virale Eindringlinge reagiert der Körper mit einer entsprechenden Immunantwort. Wie Biologen der Universität Hamburg herausgefunden haben, lässt aber schon das Anschauen ekel erregender krankheitsbezogener Videos den Körper nicht kalt.

Therapieresistenz bei HIV-1

nur für Fachkreise Lenacapavir punktet bei multiresistenter Infektion

Menschen mit einer multi-medikamenten-resistenten (MDR) HIV-Infektion haben bisher kaum Therapieoptionen. Der neue HIV-1-Kapsidinhibitor Lenacapavir hat in der Phase-3-Studie CAPELLA nun aber eine vielversprechende Wirkung gezeigt.

Hefen, Lakto- und Bifidobakterien

Probiotika bei Darmbeschwerden

Die Darmflora hat zahlreiche wichtige Aufgaben. Probiotika – bestimmte Mikroorganismen, die sich wie die physiologische Flora im Darm ansiedeln – werden deshalb z. B. zur Stimulation des Immunsystems sowie zur Prophylaxe und Therapie von Durchfallerkrankungen eingesetzt.

Epigenetik bei HIV-Infektion

Immundysfunktion hinterlässt Spuren trotz früher ART

Im Zuge einer Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) kommt es schon sehr früh zur T-Zell-Dysfunktion und damit verbunden zu einem erhöhten Morbiditätsrisiko und einer Einschränkung der kurativen Möglichkeiten. Eine antiretrovirale Therapie kann die ...

Hashimoto-Thyreoiditis

Selen verbessert Schilddrüsenfunktion

Die Wirkung von Selen bei Hashimoto-Thyreoiditis wird kontrovers diskutiert. Einer Studie zufolge kann eine Supplementation mit Selen die Schilddrüsenfunktion der Betroffenen aber tatsächlich verbessern. Der Grund dafür ist vermutlich die antioxidative und Treg-fö...

Neue Leitlinie zur Zöliakie

Einheitliche Serologie und Nomenklatur

Die Symptome der Zöliakie sind oft unspezifisch und nicht klar zuzuordnen. Nicht umsonst wird die Darmerkrankung, die häufig lange unentdeckt bleibt, als „Chamäleon der Gastroenterologie“ bezeichnet. Die kürzlich aktualisierte S2k-Leitlinie Zöliakie der...

 

x