Kardiologie

Kardiologie

Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns ist nur eine aktuelle
und kontroverse Diskussion in der Kardiologie

Mehr

Angiologie

Angiologie

Thrombusaspiration bei akuter PCI, Antikoagulation,
Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

Mehr

Diabetes

Diabetes

Der Kampf gegen die GLOBESITY ist in vollem Gange

Mehr

Gastroenterologie

Gastroenterologie

Ob Zöliakie, Reizdarm, GERD oder NAFLD -
Gastroenterologie fordert Ärzte diagnostisch heraus

Mehr

Notfallmedizin

Notfallmedizin

Im Notfall muss es schnell gehen ...
und wichtige Infos schnell zur Hand sein

Mehr

Atemwege

Atemwege

Infektionen der oberen und unteren Atemwege
spielen in der ambulanten Praxis eine große Rolle
 

Mehr

Home

Editorial
Sargnagel und Paukenschlag
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
 
Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns eine neue Studie, die die klinische Kardiologie „tiefgreifend und weitreichend“ verändern könnte. So kommentierte zumindest David L. Brown aus St. Loius (USA) die Ergebnisse der ORBITA-
...
Safinamid bei Morbus Parkinson
Stimmung und Depression anhaltend gebessert

Parkinson-Patienten leiden sehr häufig unter nichtmotorischen Symptomen (NMS), die sich oft schwer behandeln lassen und die Lebensqualität der Patienten verschlechtern. Dies umfasst Antriebsarmut, Anhedonie und Stimmungsstörungen bis hin zur klinischen Depression. Die Studienlage zu dem innovativen, dopaminerg und nicht-dopaminerg wirkenden Safinamid wurde jetzt durch eine aktuelle Publikation zu den Effekten auf affektive NMS ergänzt: Das als Add-on zu L-Dopa eingesetzte Medikament beeinflusst nicht nur die motorischen Fluktuationen, relevante Dyskinesien und die gesamte Motorik, es kann auch Stimmung und Depression der Patienten anhaltend verbessern. 

Quelle: Cattaneo C et al.: Long-term effects of safinamide on mood fluctuations in Parkinson‘s disease. J Parkinsons Dis 2017; 7(4): 629-34

Secukinumab bei Psoriasis
Stark wirksam auch bei Sonderlokalisationen

Secukinumab hat seine hohe Wirksamkeit in der Behandlung der Psoriasis bereits in mehreren Studien unter Beweis gestellt. Gute und lang anhaltende Ergebnisse zeigt der IL-17A-Inhibitor aber auch bei besonders schwer behandelbaren Sonderlokalisationen wie Kopfhaut, Nägel, Hand- und Fußflächen.

Quelle: Fachpressekonferenz:
„Erfolg ist messbar: Therapieziele für die Plaque-Psoriasis“, Hamburg, 31.1.2018, Veranstalter: Novartis
Secukinumab: Cosentyx®

Original Pressemitteilung:
Reizmagen: ein roter Faden fehlt!

Das Reizmagensyndrom ist eine häufige Diagnose in der Haus- und Allgemeinarztpraxis. Doch bei der Therapie gibt es viele Defizite, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt. Bewährte Alternativen wie Verdauungsenzyme rücken deshalb wieder ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Urologen ehren Astellas Pharma für Innovation und Nachhaltigkeit

In der Urologie gehört Astellas zu den weltweit führenden Unternehmen. Seine innovative Produktpalette für die Urologie würdigten die Fachärzte in diesem Jahr erneut mit dem Award der „Goldenen Tablette“. Die ...

Diabetes und Hypercholesterinämie
Alirocumab reduziert LDL-C ohne die Blutzucker-Kontrolle zu beeinträchtigen

Menschen mit Diabetes und einer Dyslipidämie haben ein hohes kardiovaskuläres Risiko. Diese Patienten können von einer Therapie mit Alirocumab profitieren: Der PCSK9-Inhibitor senkt effektiv und anhaltend die Werte von Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) und non-High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (non-HDL-C), ohne die Glucosestoffwechsellage zu verschlechtern.

Quelle: Fachpressegespräch:
„Modernes Diabetesmanagement: Die Highlights des Jahres 2017“, Berlin, 1.12.2017; Veranstalter: Sanofi-Aventis
Alirocumab: Praluent®  (D)

Bei Gicht und guter Niere
Febuxostat senkt systolischen Blutdruck

Der Xanthinoxidasehemmer Febuxostat ist u. a. indiziert zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie mit Uratablagerungen. Erhöhte Harnsäurespiegel können aber über die Induzierung einer endothelialen Dysfunktion auch zu chronischer Nierenschädigung und zu Hypertonus führen. Das führte zu der Hypothese, dass eine Febuxostat- Therapie auch eine bestehende Hypertonie positiv beeinflussen könnte.

Quelle: Gunawardhana L et al.: Effect of febuxostat on ambulatory blood pressure in subjects with hyperuri- cemia and hypertension: a phase 2 randomized ... J Am Heart Assoc 2017; 6: e006683

Hidradenitis suppurativa
Karotis-Sono zur Risikoabschätzung

1 bis 4% der Allgemeinbevölkerung leiden an einer Hidradenitis suppurativa (HS, auch Acne inversa). Man weiß, dass Patienten mit HS auch ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko (CV) aufweisen – man vermutet, dass die chronische Entzündung den Zusammenhang herstellt. Jetzt fand man heraus, dass der klassische CV-Risikoscore nach Framingham (FRS) das Risiko vieler Patienten deutlich unterschätzt. Abhilfe schafft ein Karotis-Sono.

Quelle: González-López MA et al.: Carotid ultrasound is useful for the cardiovascular risk stratification in patients ... PLoS One 2018; 13: e0190568

Auf den Hund gekommen
Felliger Freund weg – Haare wieder da

Eine 57-jährige Frau stellte sich wegen einer zunehmenden Alopezie beim Arzt vor. Alle Therapieversuche blieben erfolglos, und die Patientin entwickelte eine vollständige Glatze. Nur durch Zufall kam man dem Übeltäter mit Fell und vier Beinen auf die Spur.

Quelle: Arita T et al.: Successful treatment of refractory alopecia universalis by persuading a patient not to sleep with her dog. Allergol Int 2018; 67: 156-7

Junge asymptomatische Männer
Bei Eisenmangel immer zur Koloskopie

Eine Eisenmangelanämie (IDA, iron deficiency anemia) gilt als „Red-flag-Symptom“. Wie sollte man mit jungen Männern (Alter <50 Jahre) mit IDA diagnostisch weiter verfahren?

Quelle: Kim NH et al.: Shoul asymptomatic young men with iron deficiency anemia necessarily undergo endoscopy? Korean J Intern Med 2018; Epub Jan 5; doi: 10.3904/kjim.2016.421

Endlich positive Daten
Stuhltransplantation bei Colitis ulcerosa

Die allogene Stuhltransplantation (Stuhl-Tx) erzielt mittlerweile bei Clostridium-difficile- assoziierten Colitiden gute Ergebnisse. Bei der Colitis ulcerosa (CU) hingegen gab es bislang nicht besonders überzeugende Daten. Daher hat eine aktuelle Studie die Stuhl- Tx-Wirkung bei CU nochmal untersucht – mit einem besonders intensiven Tx-Regime.

Quelle: Paramsothy S et al.: Multidonor intensive faecal microbiota transplantation for active ulcerative colitis: a randomised placebo-controlled trial. Lancet 2017; 389: 1218-28

Gestörte Hautbarriere
Hartes Wasser fördert atopische Dermatitis

Wer in einer Region mit besonders kalkhaltigem Leitungswasser wohnt, setzt seine Haut beim Waschen erhöhten Belastungen aus. Das harte Wasser begünstigt die Entstehung einer atopischen Dermatitis (AD, „Neurodermitits“) dabei sogar stärker als chlorhaltiges Schwimmbad-Wasser.

Quelle: Danby SG et al.: The effect of water hardness on surfactant deposition after washing and subsequent skin irritation in atopic dermatitis patients and healthy control subjects. J Invest Dematol 2018; 138(1): 68-77

Nichtkleinzelliger Lungenkrebs
Entzündung stört Radioablation

Entzündungsprozesse spielen bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle, sowohl ätiologisch wie auch als physiologische Reaktion auf Krankheitsprogression. Einer Studie aus China zufolge kann man sie daher auch als Überlebensprädiktoren bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) nach stereotaktisch-ablativer Bestrahlung nutzen.

Quelle: Luo H et al.: Systemic inflammation biomarkers predict survival in patients of early stage non-small cell lung cancer treated with stereotactic ablative radiotherapy ... J Cancer 2018; 9: 182-8

Schilddrüsenkarzinom
Ist das Risiko bei Typ-2-Diabetikern erhöht?

Die Inzidenz sowohl des Typ-2-Diabetes als auch des Schilddrüsenkarzinoms nehmen weltweit zu. Möglicherweise ist das kein reiner Zufall, denn der Diabetes scheint einer Studie nach das Risiko für ein Schilddrüsenkarzinom zu verändern.

Quelle: Seo YG et al.: The association between type 2 diabetes mellitus and thyroid cancer. J Diabetes Res 2017; 5850879

Magen-Darm-Blutungen
Bei Niereninsuffizienz schlechtere Prognose!

Akute gastrointestinale Blutungen sind häufig Anlass für Klinikaufnahmen. Nach adäquaten Notfallmaßnahmen sollte eine erschöpfende Abklärung der Ätiologie die Basis für spezifische therapeutische Interventionen schaffen.

Quelle: Hágendorn R et al.: Chronic kidney disease severely deteriorates the outcome of gastrointestinal bleeding: A meta-analysis. World J Gastroenterol 2017; 23: 8415-25

Morbus Parkinson
Die Erkrankung beginnt im Darm

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom die Gehirnaktivität beeinflusst, und zwar über die Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse. Diese Achse spielt bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen wie dem Morbus Parkinson eine wichtige Rolle. Kann eine Dysfunktion der Mikrobiom-Hirn-Achse als Biomarker zur frühen Diagnose der Parkinson-Erkrankung herangezogen werden?

Quelle: non-invasive early diagnostic biomarkers in the pathophysiology of parkinson`s disease: a critical review. J Neurogastroenterol Motil 2018, 24(1): 30-42

Digitale Therapiebegleitung
Nachhaltige Gesundheitsförderung und Prävention

Das digitale Therapiebegleitprogramm TheraKey® stellt dem Patienten produktneutral evidenzbasierte Gesundheitsinformationen indikationsspezifisch zur Verfügung. Durch diese Patientenführung gewinnt der Behandler Freiraum für seine ärztliche Tätigkeit.

Quelle: Pressekonferenz:
„Das TheraKey®-Konzept: Status, Nutzen, Ausblick. Therapiebegleitung der Zukunft?“, Berlin, 23.1.2018, Veranstalter: Berlin-Chemie

Neue Leitlinien zum Anämie-Management
Weniger transfundieren!

Ein Leitlinien-Update bringt Veränderung in das Anämie-Management. Im Fokus steht dabei eine Neubewertung von Erythropoese stimulierenden Substanzen (ESA) sowie eine Mahnung zur  Vorsicht beim Einsatz von Erythrozytenkonzentraten.

Quelle: Fachpressekonferenz:

„Neubewertung des Anämie- und Blutmanagements: Aktuelle Publikation gibt Orientierung“, Frankfurt am Main, 6.12.2017, Veranstalter: Hexal-Chemie
Epoetin alfa Hexal®

Alternative Screening-Methode?
Hunde erschnuppern Zervixkarzinom

Hunde sind bekannt für ihre feinen Spürnasen, und das kann man sich auch in der Krebsvorsorge zunutze machen. Denn die Vierbeiner können lernen, Krebszellen in Gewebeproben oder Körperflüssigkeiten zu erschnuppern.

Quelle: Guerrero-Flores H et al.: A non-invasive tool for detecting cervical ... BMC Cancer 2017; 17: 79

Refraktäre Asthma-Exazerbationen
Letzte Rettung Glucagon

Bereits in den 80er und 90er Jahren wurde Glucagon aufgrund seiner bronchorelaxierenden Wirkung als mögliche Asthmamedikation untersucht. Mangels klarer Evidenz wurde diese Option aber wieder fallen gelassen. Wenn verfügbare Therapien aber nicht fruchten, könnte Glucagon durchaus ein wertvolles Therapieadjuvans darstellen.

Quelle: Cavallari JM et al.: Glucagon for refractory asthma exacerbations. Am J Emerg Med 2017; 35: 144-5

Karpaltunnelsyndrom
Nicht immer gleich operieren!

Vermutlich steckt hinter den Beschwerden eines Karpaltunnelsyndroms (CTS) häufig mehr als „nur“ eine Kompression des Nerven. Vielmehr geht man heute davon aus, dass ein CTS auch ein komplexes Schmerzsyndrom verursachen kann, mit Sensibilisierungen, Hypersensitivität und Hyperalgesie – typische neuropathische Elemente also. Vielleicht wirkt eine multimodale manuelle Therapie dann genauso gut wie eine Operation?

Quelle: Fernández-de-la-Peñas C et al.: Effectiveness of manual therapy versus surgery in pain processing due to carpal tunnel syndrome: a randomized clinical trial. Eur J Pain 2017; 21: 1266-76

Atopische Dermatitis
Neuer Anti-IL-31- Rezeptor-A-Antikörper

Insbesondere der quälende Pruritus kann die Lebensqualität von Patienten mit atopischer Dermatitis (AD; Neurodermitis) dramatisch verschlechtern. Jetzt wurde Nemolizumab (CIM331), ein gegen den Interleukin-31-Rezeptor A gerichteter humanisierter Antikörper, in einer Phase-2- Studie getestet – mit Erfolg.

Quelle: Ruzicka T et al.: Anti-interleukin-31 receptor A antibody for atopic ... N Engl J Med 2017; 376: 826-35

GFI Der Medizin-Verlag

Anschrift

GFI. Gesellschaft für medizinische Information mbH
Paul-Wassermann-Straße 15
81829 München

Telefon: +49 89 4366300
Fax: +49 89 436630210
E-Mail: info@gfi-online.de

Copyright © 2018, GFI | AGB | Sicherheit und Datenschutz | Impressum