Praxis-Depesche 11/2017

Infektionen als Ursache

Eine spezielle Form von Nephropathie

Ein 34-jähriger Patient entwickelte Fieber, Schweißausbrüche und Übelkeit. Eine Woche später kamen Brustschmerzen hinzu. Im Mittelpunkt stand aber die Niere mit nephrotischem Syndrom, akuter Niereninsuffizienz und Nephromegalie.

Für akute Niereninsuffizienz plus nephrotisches Syndrom kommen verschiedene Nierenerkrankungen infrage. Bei dem Patienten war die Serologie auf Cytomegalie positiv, aber auch HIV-Antikörper und -Antigen waren nachgewiesen worden. Daher erschien eine HIV-assoziierte Nephropathie wahrscheinlich. Während der Klinikaufenthalte stieg die HIV-RNA-Last auf zuletzt 300 000 Kopien pro ml an. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Therapie mit Tenofovir, Emtricitabin und Darunavir initiiert. Eine Nierenbiopsie ergab die Diagnose einer HIV-assoziierten Nephropathie und zusätzlich kontrastmittelinduzierte Tubulusschäden.

Für die renale Prognose ist hier die antiretrovirale Therapie entscheidend. Mit RAS-Hemmern senkt man den Blutdruck. Von Kortikoiden ist nichts zu erwarten. WE


Quelle:

Sise ME et al.: Case 12-2017: A 34-year-old ... N Engl J Med 2017: 376: 1575-85



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