Praxis-Depesche 11/2017

Mantelzell-Lymphom

Man kann die Remission verlängern

Das Mantelzell-Lymphom macht etwa 6% aller Non-Hodgkin-Lymphome Erwachsener aus und gilt als nicht heilbar. Man bemüht sich aber, die Remissionen nach Therapie zu verlängern.

Zu den empfohlenen Erstlinien-Regimen bei Mantelzell-Lymphom gehört die kombinierte Gabe von Rituximab plus hochdosiertem Cytarabin, gefolgt von autologer Stammzelltransplantation. Jedoch kommt es im Anschluss häufig zu Rezidiven. Um dies zu verhindern, setzten französische Forscher 299 Patienten mit Mantelzell-Lymphom auf eine Erhaltungstherapie.

Als Induktionsregime erhielten die Patienten vier Zyklen R-DHAP (Rituximab, Dexamethason, Hochdosis-Cytarabin und ein Platinpräparat). Bei Ansprechen folgte eine Stammzellgabe. Diese Maßnahme führte zu einer Gesamt-Ansprechrate von 89% und einem Komplettansprechen bei 77%. Danach wurden 240 Patienten auf eine Erhaltungstherapie mit Rituximab 375 mg/m ² alle zwei Monate für drei Jahre bzw. auf Beobachtung randomisiert. Nach vier Jahren erreichten in der Interventionsgruppe 79% ein ereignisfreies Überleben, in der Kontrollgruppe 61%. Die Raten von progressionsfreiem Überleben betrugen 83% vs. 64%, die von Gesamtüberleben 89% vs. 80% (alle Vergleiche signifikant). Ob die Erhaltungstherapie mit Rituximab auch mit anderen Induktionsschemata wirksam ist, bleibt offen. WE


Quelle:

Le Gouill S et al.: Rituximab after autologous stem-cell transplantation in mantle-cell lymphoma. N Engl J Med 2017; 377: 1250-60



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