Praxis-Depesche

Schnelltest zum Nachweis von Heroingebrauch validiert

Um bei Patienten in Substitutionstherapie mit Methadon, Levomethadon oder Buprenorphin einen beigebrauch von Heroin nachzuweisen, stützte man sich bisher meist auf den Nachweis von Morphin als Heroin-Abbauprodukt. Bei einer Substitutionstherapie mit Dihydrocodein und dem seit 2015 verfügbaren Morphin retard (Substitol®) fällt der Morhpin-Nachweis allerdings grundsätzlich positiv aus. Ein möglicher Heroingebrauch muss bei diesen Patienten daher über den Nachweis des Heroinmetaboliten 6-Acetylmorphin (6-AM) überprüft werden.

Seit 2016 steht dafür ein vor Ort in der Praxis durchführbarer Urinschnelltest zur Verfügung. Seine Zuverlässigkeit wurde im Rahmen einer aktuellen Untersuchung bestätigt. Mit einer ermittelten Nachweisgrenze von ca. 2 ng/ml übertraf der Tests sogar die in der Testspezifikation angegebene Sensitivität von 10 ng/ml. In 52 Urinproben von Substitutionspatienten zeigte der Test, unabhängig von Art und Menge des Substituts, in allem Proben korrekt an, ob 6-AM enthalten war oder nicht.




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