Praxis-Depesche 11/2017

Stamm-Adipositas und andere ...

Vorboten für Gebrechlichkeit

Diabetes ist als Risikofaktor für spätere Altersgebrechlichkeit bereits bekannt. Das Risiko erhöht sich aber bereits bei Vorliegen von metabolischem Syndrom und Insulinresistenz. Das ergab eine aktuelle Auswertung bei Über-60-Jährigen.

Spanische Wissenschaftler verfolgten über einen durchschnittlichen Zeitraum von 3,5 Jahren den Gesundheitszustand von knapp 1500 Männern und Frauen im Alter von ≥60 Jahren. Keiner der Teilnehmer wies zu Beginn der Studie einen manifesten Diabetes oder eine kardiovaskuläre Erkrankung auf, rund 30% aber ein metabolisches Syndrom (MS), 86% zentrale Adipositas, 68% erhöhte Blutglucosewerte, 91% einen erhöhten Blutdruck, 47% erhöhte Triglyzeridwerte und knapp 50% ein niedriges HDL-Cholesterol.

Insgesamt 84 Patienten entwickelten im Verlauf eine Altersgebrechlichkeit. Ein metabolisches Syndrom erhöhte das Risiko für Gebrechlichkeit signifikant um 85%. Am meisten ausschlaggebend war dabei zentrale Adipositas (OR 2,14). Den stärksten Einfluss hatte das Vorliegen von MS auf die Griffstärke (OR 1,67). Ähnlich hoch stieg das Risiko für Gebrechlichkeit bei Vorliegen einer Insulinresistenz. Pro Anstieg im HOMA-IR um eine Einheit erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit um 15%. OH


Quelle:

Pérez-Tasigchana RF et al.: Metabolic syndrome and insulin resistance are associated with frailty in older adults: a prospective cohort study. Age Ageing 2017; 146(5): 807-12



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