Morbus Crohn und Colitis ulcerosa | Praxis-Depesche 12/2019

Aggressive E. coli begünstigen Erkrankung

Diffus adhärente Escherichia coli (DAEC) spielen möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Pathogenese entzündlicher Darmerkrankungen im Kindesalter.
Neben einer genetischen Prädisposition begünstigt eine intestinale Dysbiose mit Prädominanz von E. coli chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Eine besondere Bakterienspezies (DAEC), verursacht unter anderem Durchfall bei Kindern. Ob sie auch einen Morbus Crohn oder eine Colitis ulcerosa induzieren können, ist dagegen noch unklar. DAEC rufen eine Inflammation der intestinalen Mukosa hervor, die bei suszeptiblen Kindern die Entwicklung entzündlicher Darmerkrankungen begünstigt. Um dies zu prüfen, isolierten die Wissenschaftler zunächst 130 E.-coli- Stämme aus den Darmbiopsaten von 17 Morbus-Crohn- und neun Colitis-ulcerosa- Patienten und unterzogen die mittels PCR identifizierten diffus adhärenten Erregerstämme einer Pathogenitätsanalyse.
In 18 der 26 Gewebeproben (69,2 %) wiesen die Forscher DAEC nach. Die Studienergebnisse deuten auf eine pathogenetische Bedeutung von DAEC bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen im Kindes- und Jugendalter hin. LO
Quelle: Walczuk U et al.: The prevalence of mucosa-associated diffusely adherent Escherichia coli in children with inflammatory bowel disease. Adv Clin Exp Med 2019; 28(7): 899-905. doi: 10.17219/acem/94149

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