Diabetische Nephropathie

Praxis-Depesche 20/2001

Aggressive RR-Senkung bremst Nierenschädigung

Früher galt die diabetische Nephropathie als irreversibel. Die Einführung hochwirksamer Antihypertensiva hat die Prognose der Nierenfunktion bei Diabetikern verbessert. Ob mit aggressiver Blutdrucksenkung ein Stopp oder gar Rückgang der Nephropathie von Typ-1-Diabetikern möglich ist, prüfte man anhand der Daten einer prospektiven Kohortenstudie.

Bei 301 Patienten mit diabetischer Nephropathie (mehr als 200 µg/min dauerhafte Eiweißausscheidung) wurde im Schnitt sieben Jahre lang jährlich die glomeruläre Filtrationsrate bestimmt. Blutdruck, HbA1c und Cholesterinspiegel wurden alle drei bis vier Monate gemessen. 271 dieser Patienten erhielten eine antihypertensive Behandlung, 179 vorwiegend mit ACE-Hemmern. Eine Remission war definiert als Albuminurie unter 200 µg/min für mindestens ein Jahr, eine Regression als GFR-Abnahmerate, die dem natürlichen Alterungsprozess entspricht (weniger als 1 ml/min pro Jahr). Eine Remission trat bei insgesamt 92 Patienten (31%) ein, eine Regression bei 67 Patienten (22%). Die Patienten wurden anhand des mittleren Blutdrucks in Quintilen eingestuft: 93, 99, 103, 107 und 113 mmHg. Die Prävalenz für Remission bzw. Regression betrug 58 bzw. 42, 33 bzw. 32, 25 bzw. 11, 20 bzw. 20 und 17 bzw. 7% je Quintile. Spontane Remission bzw. Regression traten bei zehn von 14 anhaltend normotensiven Patienten ein.

Quelle: Steffes, MW: Affecting the decline of renal function in diabetes mellitus, Zeitschrift: KIDNEY INTERNATIONAL, Ausgabe 60 (2001), Seiten: 378-379: , Zeitschrift: , Ausgabe ()
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