Fatigue bei Tumorpatienten

Praxis-Depesche 2/2008

Anämie-Therapie steigert die Lebensqualität

Fatigue ist eine häufige Folge von Tumorerkrankungen und Tumortherapie. Für die Betroffenen ist die anhaltende Erschöpfung, die durch Ruhepausen nicht gebessert werden kann, sehr quälend. Linderung und Zugewinn an Lebensqualität bringt die einmal wöchentliche Behandlung mit Erythropoiese-stimulierenden Agenzien (ESA) wie Epoetin beta.

Eine der Hauptursachen der Tumorerschöpfung ist die Anämie, an der bis zu 97% der onkologischen Patienten unter Chemotherapie leiden. Risikobehaftete Bluttransfusionen sind nur indiziert, wenn es keine Alternative gibt, betonte W. Brugger, Villingen-Schwenningen.

Rasch und dauerhaft hebt das Hämoglobin die einmal wöchentliche s.c.-Gabe von 30 000 I.E. Epoetin beta. Nach den europäischen EORTC-Leitlinien sollte eine Epo-Therapie bei Hb-Werten zwischen 9 und 11 g/dl begonnen und ein Zielwert von maximal 12g/dl erreicht werden. Mit Epoetin beta wird der durchschnittliche Hb-Wert bei chemotherapierten Patienten mit soliden Tumoren und nicht myeloischen hämatologischen Erkrankungen in den ersten vier Wochen um etwa 1,0 bis 1,2 g/dl angehoben, so Brugger. Der größte Zuwachs an Lebensqualität wird erzielt, wenn der Hb-Wert von 11 auf 12 g/dl steigt.

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