Chronischer Brustschmerz | Praxis-Depesche 8-9/2019

CTA verbessert Behandlungserfolg

Obwohl die koronare CT-Angiographie (CTA) bekanntlich die diagnostische Sicherheit bei Patienten mit chronischem Brustschmerz erhöht, ist der langzeitliche klinische Behandlungserfolg noch unbekannt. Nun wurden dazu Fünfjahresdaten ausgewertet.
Bis Januar 2018 wurde über ein medianes Follow-up von 4,8 Jahren ein Datensatz von 20.254 Patientenjahren erhoben. Nach fünf Jahren war die Mortalitätsrate durch koronare Herzerkrankung bzw. Myokardinfarkte bei Patienten, die zusätzlich zur Standardbehandlung einer CTA unterzogen worden waren, geringer als in der Standardgruppe: 2,3 % (48 Patienten) vs. 3,9 % (81). Nach fünf Jahren glich sich die anfänglich in der CTA-Gruppe höhere Rate an invasiven Koronarangiographien und Revaskularisierungen dem Niveau im Standardarm an. In der CTA-Gruppe wurden aber um 27 % mehr Präventionsmaßnahmen initiiert. Folglich sorgt die verbesserte Diagnostik durch eine CTA auch für eine passendere Wahl der Therapie und dadurch zu weniger klinischen Ereignissen. GH
Quelle: SCOT-HEART Investigators: Coronary CT angiography and 5-year risk of myocardial infarction. N Engl J Med 2018; 379(10): 924-33

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