Perspektive | Praxis-Depesche 1-2/2020

Dünndarmstrikturen bei M. Crohn lösen

Bei einem Morbus Crohn kann es zu Strikturen im Bereich des Dünndarms kommen. Diese werden entweder mit einer endoskopischen Ballondilatation oder einem chirurgischen Eingriff behandelt (z. B. Dünndarmteilresektion oder Strikturoplastik). Patienten nach Dilatationseingriffen neigen aber zu Striktur-Rezidiven. Dem soll nun ein neues Verfahren Abhilfe leisten.
Das RIC (radial incision and cutting)- Verfahren ist an sich nicht ganz neu, jedoch der Einsatz am Dünndarm. Bei RIC wird die oft zunächst mit dem Endoskop nicht passierbare Striktur radial mittels Elektrokauter inzidiert und dann zirkulär die Ränder der ehemaligen Striktur abgetragen.
Die Autoren berichten nun über die fünf ersten mit RIC behandelten Crohn-Patienten. Alle wiesen eine primäre oder sekundäre (Anastomosen-Striktur im Rezidivfall) Striktur auf. Die Crohn-Erkrankung bestand bei den vier Männern und einer Frau seit im Schnitt 8,8 Jahren.
Die RIC-Prozedur konnte in allen Fällen erfolgreich durchgeführt werden. Im Durchschnitt dauerte der Eingriff 18,6 Minuten. Es kam zu keiner Darmperforation. Bei einem Patienten kam es zu einer Blutung, die aber endoskopisch gestillt werden konnte. CB
Quelle: Moroi R et al.: Endoscopic radial incision and cutting for Crohn‘s disease-associated intestonal stricture: a pilot study. Endosc Int Open 2020; 8: E81-86
ICD-Codes: K50.9

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