Praxis-Depesche 2/2008

Eine subklinische Hypothyreose schädigt Diabetiker-Nieren

Bei manifester Hypothyreose liegt die GFR ein Drittel unter der Norm. Eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion findet sich je nach Untersuchung bei bis zu 17% der Typ-2-Diabetiker. Nun stellt sich die Frage nach dem Einfluss der subklinischen Ausprägung auf Diabetes-Entwicklung und -Spätfolgen.

Etwa 700 taiwanesische Typ-2-Diabetiker wurden auf ihre Schilddrüsenfunktion, Blutzuckerkontrolle und diabetische Komplikationen untersucht; 515 von ihnen erwiesen sich als euthyroid, 41 als subklinisch hypothyreoid.

Während Probanden, die an einer Nephropathie litten, etwa doppelt so häufig wie Patienten ohne Nierenkomplikationen (27% vs. 14%) auch eine subklinische Hypothyreose aufwiesen, fand sich für eine diabetische Retinopathie keine solche Assoziation. Dafür war die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse und Todesfälle im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich vier Jahren in der Gruppe der euthyreoiden Patienten nur halb so hoch wie bei den subklinisch hypothyreoiden.

Quelle: Chen, HS: Subclinical hypothyroidism is a risk factor for nephropathy and cardiovascular diseases in Type 2 diabetic patients, Zeitschrift: DIABETIC MEDICINE, Ausgabe 24 (2007), Seiten: 1336-1344
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