HIV-Therapie

Praxis-Depesche 20/2003

Fusionshemmer sperrt Viren aus

Zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion steht seit kurzem ein Arzneistoff mit neuartigem Wirkmechanismus zur Verfügung.

Erstmals ist es gelungen, nicht nur die Vermehrung des HIV in der CD4-Zelle zu stoppen, wie dies Reverse-Transkriptase- und Protease-Hemmer tun. Der Fusionshemmer Enfuvirtid versperrt dem Virus bereits den Zugang zur Zielzelle. Zugelassen ist das Mittel für Patienten, bei denen die üblichen HIV-Medikamente nicht mehr ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Enfuvirtid muss der Patient s.c. injizieren. Zwei große Studien, TORO 1 und TORO 2, belegten die Wirksamkeit: Die Zahl der CD4-Zellen nahm deutlich zu; die Viruskonzentration war erheblich niedriger als in den Vergleichsgruppen. (EH)

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