Transmuraler Herzinfarkt | Praxis-Depesche 12/2019

In Indien ist nicht alles gleich wie im Westen

Wie sich ein Infarkt mit ST-Hebung (STEMI) entwickelt, wie er behandelt wird und welche Prognose er hat, ist noch unzureichend bekannt. Diese Lücke soll eine geplante Kohortenstudie auffüllen
Das mittlere Alter bei einem STEMI liegt in Indien bei 55 Jahren, rund zehn Jahre niedriger als im Westen. Die meisten der Betroffenen können sich eine medizinische Grundversorgung nicht leisten, noch weniger eine prompte Revaskularisation bei frischem Infarkt. Solche Interventionen werden überhaupt nur relativ selten geübt, und auch eine evidenzbasierte medikamentöse Behandlung erhalten nicht alle Patienten. Wenn man die Situation bessern will, muss man zuerst den Status quo definieren. Zu diesem Zweck plant man das NORIN STEMI registry, eine prospektive Kohortenstudie, in die Patienten mit STEMI aus zwei tertiären Zentren in Neu-Delhi eingeschlossen werden. Die Rekrutierung der Teilnehmer begann im Januar 2019.
Im Prinzip stehen in solchen akademischen Zentren die gleichen Substanzgruppen wie im Westen zur Verfügung. Dort wird natürlich auch mittels PCI revaskularisiert. Komplikationen bei und nach der Intervention werden festgehalten. Im Labor bestimmt man die Routineparameter. NT-proBNP und Troponin sind nicht dabei; man asserviert aber Plasmaproben, die später auf verschiedene Marker untersucht werden können. Die Beobachtungszeit soll bis zu zehn Jahre betragen. WE
Quelle: Arora S et al.: Design and rationale of the North Indian ST-segment elevation myocardial infarction registry: A prospective cohort study. Clin Cardiol 2019; 1-7

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