Antikoagulanzien-Therapie | Praxis-Depesche 19/2000

Intraspinale Blutung möglich!

Eine Blutung im Rückenmark ist eine zwar seltene, aber äußerst gefährliche Komplikation der Therapie mit Antikoagulanzien, wie der vorgestellte Fall zeigt.

Ein 62-jähriger Mann, der zur Gerinnungshemmung 10 mg Warfarin täglich erhielt, verspürte plötzlich heftige Nackenschmerzen, die in die linke Schulter ausstrahlten. Es entwickelte sich eine Schwäche im linken Arm, nach drei Stunden auch im linken Bein. Die neurologischen Ausfälle griffen schließlich auch auf die rechte Seite über. Das Kernspintomogramm zeigte eine Schwellung des Rückenmarks zwischen C3 und C6. Warfarin wurde abgesetzt. Die Notfall-Laminektomie ergab eine Hämatomyelie, nach deren Ausräumung sich die Symptome besserten. Als Ursache kam nur die Antikoagulation in Frage.

Quelle: Pullarkat, V A: Intraspinal hemorrhage complicating oral anticoagulant therapy, Zeitschrift: ARCHIVES OF INTERNAL MEDICINE, Ausgabe 160 (2000), Seiten: 237-240

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