Hypertoniker mit KHK

Praxis-Depesche 18/2006

Kombi-Therapie senkt das Risiko

Die Daten der INVEST-Studie machen deutlich, welche Faktoren bei Patienten mit Hypertonie und KHK das kardiovaskuläre Risiko besonders stark beeinflussen.

Zwar wurden bereits in verschiedenen Studien Risikofaktoren für eine ungünstige Prognose bei KHK-Patienten identifiziert. Untersuchungen, die sich auf KHK-Patienten mit Hypertonie fokussieren, wurden zu dieser Frage bislang jedoch weniger durchgeführt. Von Interesse sind daher die Ergebnisse der INVEST-Studie (INternational VErapamil-Trandolapril STudy), die unlängst vorgelegt wurden. An der INVEST-Studie nahmen Patienten mit KHK und Hypertonie teil, deren antihypertensive Behandlung entweder auf Verapamil (sustained-release-Präparat) oder Atenolol basierte, wobei ergänzend Trandolapril und Hydrochlorothiazid eingesetzt werden konnten.

Im Verlauf des Follow-up (es umfasste 61 835 Patientenjahre) erhöhten folgende Faktoren das Risiko für ungünstige Ereignisse (Tod, nicht tödlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall): frühere Herzinsuffizienz (adjusted hazard ratio, HR: 1,96), Diabetes mellitus (HR 1,77), höheres Alter (HR 1,63), eingeschränkte Nierenfunktion (HR 1,50), Schlaganfall / TIA (HR 1,43), Rauchen (HR 1,41), Myokardinfarkt (HR 1,34), periphere Verschlusskrankheit (HR 1,27), Revaskularisation (HR 1,15). Mit einem reduzierten Risiko verbunden waren: systolischer Blutdruck während des Follow-up unter 140 mmHg oder diastolischer Blutdruck unter 90 mmHg sowie Behandlung mit einer Kombination aus Verapamil SR und Trandolapril (HR 0,78 und 0,79).

Quelle: Pepine, CJ: Predictors of adverse outcome among patients with hypertension and coronary artery disease, Zeitschrift: JOURNAL OF THE AMERICAN COLLEGE OF CARDIOLOGY, Ausgabe 47 (2006), Seiten: 547-551
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