Aktuelle Leitlinie zur chronischen KHK | Praxis-Depesche 5/2020

Langzeitnitrate spielen wichtige Rolle

Die koronare Herzkrankheit (KHK) stellt weltweit die häufigste Ursache für kardiovaskuläre Todesfälle dar. Allein in Deutschland leiden ungefähr 9 % der 40 bis 79-Jährigen daran.
Aufgrund zahlreicher Studien zur Behandlung der KHK war eine Aktualisierung der bestehenden Leitlinie erforderlich, welche in der „2019 ESC Guidelines for the diagnosis and management of chronic coronary syndromes“ der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie im vergangenen Jahr berücksichtigt wurde.
Die antianginöse First-line-Therapie basiert auf Betablockern (BB) und Kalziumantagonisten (CCB) alleine oder in Kombination. Als Zweitlinien-Medikamente kommen unter anderem langwirksame Nitrate (LAN) zum Einsatz, wenn die Initialtherapie mit BB oder CCB kontraindiziert ist, nicht toleriert wird oder nicht ausreichend wirksam ist. Bei ähnlicher symptomatischer Wirkung steht bei der Wahl der antianginösen Therapie die Beeinflussung des KV-Risikos, das Nebenwirkungsprofil und eventuelle Arzneimittelinteraktionen im Vordergrund. Die langjährige klinische Erfahrung mit BB, CCB und langwirksamen Nitraten wird dabei betont. Ranolazin und Ivabradin sind als symptomatische Ergänzungstherapie zugelassen, wenn BB, CCB und LAN nicht toleriert werden, kontraindiziert sind oder geringen Einfluss auf AP-Symptome haben.
Langzeitnitrate sind zur symptomatischen Behandlung der chronischen stabilen Angina pectoris bei Erwachsenen mit gesicherter KHK und eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit indiziert, bei denen BB unverträglich oder kontraindiziert sind oder keine ausreichende antianginöse Wirkung haben. DM
Quelle: Presseinformation: Aktuelle ESC-Leitlinie 
ICD-Codes: I25.9

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