Trockenes Auge bei Typ-1-Diabetes | Praxis-Depesche 8-9/2019

Opioid-Antagonist wirkt im präklinischen Test

Anomalien der Tränenproduktion können verschiedene Ursachen haben, darunter auch Autoimmunleiden wie der Typ-1-Diabetes. Sie können ernste Augenschäden verursachen.
Dieses Problem wird oft mit Lubrikanzien („künstlichen Tränen“, Gelen, Salben) angegangen, bei entzündlicher Ätiologie mit immunologisch aktiven topischen Substanzen wie etwa Ciclosporin. Es gibt auch augenchirurgische Interventionen.
In präklinischen Tierstudien zeigte der Opioid-Antagonist Naltrexon, dass er die Heilung von Kornea-Wunden fördert, die Tränenproduktion reguliert und die Augen-Sensitivität wiederherstellt. In einer aktuellen Studie behandelte man Ratten mit einem Typ-1-Diabetes-Äquivalent mit 20 μg/ml Naltrexon (2 x tgl. ein Tropfen in ein Auge). Die Symptomatik des trockenen Auges wurde schon von einer Dosis des Präparats aufgehoben. Im Verlauf einer zehntägigen Behandlung normalisierten sich die Kornea- Sensitivität und die Benetzung des Auges, verglichen mit Tieren, die nur das Vehikel des Medikaments bekamen. Auch gegenüber Augentropfen mit Fluorchinolon schnitt Naltrexon besser ab. Bei längerer Gabe (30 Tage) stellte man keine pathologischen Veränderungen an den Augen fest. WE
Quelle: McLaughlin PJ et al.: Efficacy and safety of a novel naltrexone treatment for dry eye in type 1 diabetes. BMC Ophthalmol 2019; 19: 35

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