Praxis-Tipp | Praxis-Depesche 5/2019

Parkinson-Screening – Bananen schnüffeln

75 bis 90 % aller Patienten mit Morbus Parkinson weisen als nichtmotorisches Merkmal eine olfaktorische Dysfunktion auf. In den neuen Diagnosekriterien der Movement Disorder Society wurde nun erstmals ein Riechtest als ScreeningTool für Parkinson vorgeschlagen. Vor allem Bananenduft hilft bei der Unterscheidung.

In einer Studie verglich man die Leistung der am häufigsten verwendeten Riechtests, darunter der University of Pennsylvania Smell Identification test (UPSIT), der Sniffin‘ Sticks Test (SS-16) und der 12-item Brief Smell Identification test (B-SIT). Beim UPSIT erreichten Parkinson-Patienten einen deutlich geringeren mittleren Punktwert als gesunde Kontrollprobanden (19,4 ± 7,2 vs. 28 ± 8,7). Entsprechend schlecht fielen ihre Ergebnisse auch im B-SIT (5,8 ± 2,6 vs. 8,8 ± 2,7) und im SS-16 (10,3 ± 2,2 vs. 7,4 ± 2,8) aus. Die zuverlässigste Geruchsnote (Identifikationsrate > 75 %) war in allen drei Tests Bananenduft, im UPSIT und B-SIT außerdem Benzin, Zwiebeln und Schokolade. Bei einem Cutoff von 8 lagen Sensitivität und Spezifität des B-SIT bei 64,1 bzw. 83,9 %. OH
Quelle:

Kim JK: Can olfactory tests help ... Clin Exp Otorhinolaryngol 2019; 12(2): 105-6

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