Typ-2-Diabetes

Praxis-Depesche 6/2007

Pioglitazon senkt auch Homocystein und Lp(a)

Metformin als Monotherapie oder in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin gilt als Standardbehandlung des Typ-2-Diabetes. Noch weniger untersucht ist die Verbindung von Metformin mit Thiazolidindionen. In Italien prüfte man jetzt Wirksamkeit und Verträglichkeit einer solchen Kombination bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom.

An der randomisiert-kontrollierten Doppelblindstudie nahmen 103 Erwachsene teil, die seit mindestens sechs Monaten an Diabetes litten. Ihr Stoffwechsel war mit Diät allein schlecht eingestellt oder sie litten an den Nebenwirkungen einer hohen Metformin-Dosis. Deshalb wurden sie zwölf Monate lang mit einer Kombination aus Metformin plus Pioglitazon oder Metformin plus Rosiglitazon behandelt. Zur Beurteilung von Wirksamkeit und Verträglichkeit bestimmte man den BMI sowie einschlägige Laborparameter.

In keiner der beiden Gruppen wurden zu den verschiedenen Untersuchungsterminen Veränderungen des BMI festgestellt. Dagegen beobachtete man nach neun und zwölf Monaten unter beiden Therapieregimen eine signifikante Abnahme des HbA1c; auch die Nüchtern- und postprandialen Glukose- und Insulinspiegel gingen zurück. Der HOMA-Index (Test auf Insulinresistenz) verbesserte sich in beiden Kollektiven, allerdings erst nach zwölf Monaten. In der Pioglitazon-Gruppe fand man signifikante Verbesserungen von Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyzeriden nach dem Therapiejahr; nicht so bei den mit Rosiglitazon Behandelten (hier entwickelte sich nur das HDL günstig). Auch das Lipoprotein(a) sank unter Pioglitazon, nicht jedoch unter Rosiglitazon. Das Homocys­tein ging in beiden Gruppen signifikant zurück. – Beide Kombinationsbehandlungen wurden gut vertragen. (EH)

Quelle: Derosa, G: Metformin-pioglitazone and metformin-rosiglitazone effects on non-conventional cardiovascular risk factors plasma level in type 2 diabetic patients with metabolic syndrome, Zeitschrift: JOURNAL OF CLINICAL PHARMACY AND THERAPEUTICS, Ausgabe 31 (2006), Seiten: 375-383
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